Häusliche Gewalt durch Corona sprunghaft angestiegen

Häusliche Gewalt durch Corona sprunghaft angestiegen

Die Fälle häuslicher Gewalt haben sich in der durch die Corona-Welle ausgelöste Ausgangssperre mehr als verdoppelt. Laut der Ministerin für Gleichstellung Victoria Rosell ist Zahl der Hilferufe im Zeitraum von 14. März bis zum 15. Mai im Vergleich zum Vorjahr um fast 62 Prozent gestiegen. Sofort nach Inkrafttreten des königlichen Dekrets 462/2020 vom 14. März wurden von den Gleichstellungsämtern Notmaßnahmen getroffen, um betroffenen Frauen eine Anlaufstelle zu bieten. Ihnen stand die kostenlose Hotline 016 sowie ein WhatsApp-Chat mit Psychologen zur Verfügung. Der Service wurde als systemrelevant eingestuft und stand den Hilfesuchenden rund um die Uhr zur Verfügung. Insgesamt 18.700 Frauen haben sich an diese Anlaufstellen gewandt und um Hilfe gebeten. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 war dies ein Anstieg um 61,56 Prozent. Eine leichte Entspannung konnten die Experten nach Inkrafttreten der Phase eins in vielen spanischen Provinzen feststellen, die es den Frauen ermöglicht, wenigstens für kurze Zeit ins Freie zu gehen und den häuslichen Spannungen zu entkommen. Nach Ende des Alarmzustandes geht es für die Gleichstellungsministerin vor allem darum, den Betroffenen eine adäquate Hilfe zukommen zu lassen und sie juristisch zu begleiten sowie diejenigen Frauen aufzuspüren, die sich nicht hilfesuchend an die Notdienste gewendet haben.

Quellenangaben

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?