Spanische Kinder dürfen endlich wieder raus
Spanische Kinder dürfen endlich wieder raus

Das Kind darf mit – ab Sonntag können Kinder spazieren gehen

Am Dienstagnachmittag hat die Regierung entschieden, dass Kinder in Begleitung eines Erwachsenen spazieren gehen dürfen. Die Regelung tritt ab Sonntag, den 26. April, in Kraft. Am Mittwoch wurde hinzugefügt, dass pro Elternteil bis zu drei Kinder unter 15 Jahren mitgenommen werden können. Dann dürfen die Kinder laufen, springen und Sport machen und sich bis zu einem Kilometer vom Zuhause entfernen, jedoch immer unter Beaufsichtigung der Eltern. Damit reagierte der Gesundheitsminister Salvador Illa auf die breite Kritik an dem vorigen Beschluss, dass Kinder nur mit zum Supermarkt, zur Apotheke oder zur Bank kommen dürfen. „Die Regierung hört zu“, sagte Gesundheitsminister Illa als er die Lockerung verkündete. Die Bevölkerung hatte sich über die vorherige Regel enttäuscht gezeigt, bei der man Kinder nur mit zu Besorgungen hätte nehmen können. Es wurde zudem kritisiert, dass Supermärkte, Apotheken und Banken in der aktuellen Situation keine guten Orte für Kinder sind. Sie sind die größten Ballungszentren, bei denen das Vermeiden von Kontakt am schwersten fällt.

 

COVID-19 Trend – Ansteckungen und Todesfälle sinken

Am Dienstag sind weitere 430 Menschen innerhalb Spaniens an dem Corona-Virus gestorben. Doch der Trend, was Ansteckungen und Todesfälle betrifft, geht seit drei Wochen nach unten. Spanien hat zusammen mit Italien die schärfsten Maßnahmen innerhalb Europas: in den meisten anderen Ländern waren Kinder bisher nie von einer Ausgangssperre betroffen. Viele Kinderhilfsorganisationen hatten in der Vergangenheit mehrfach dazu aufgefordert, das Wohlsein der Kinder beim Management der Gesundheitskrise zu berücksichtigen. Kinder sollten eine Priorität darstellen, wenn es um eine Lockerung der Maßnahmen geht. Pere Godoy, Präsident der spanischen Gesellschaft für Epidemiologie, äußerte gegenüber El Diario, dass es wichtig ist, wieder Normalität einzuführen. “Es ist verständlich, dass wir Angst vor einer neuen Ansteckungswelle und verschärfter Überwachung haben”, sagte er. Doch es muss wieder ein normaler Anblick werden, Kinder auf der Straße zu stehen. “Der Alarmstatus hat funktioniert, die Übertragungsrate ist gesunken, das System kann sich wieder an Normen wie Spaziergängen anpassen.” Zudem sei es auch nicht gesund, die Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt weiterhin eingesperrt zu lassen. Das Infektionsrisiko beim Spazierengehen ist zwar minimal, doch es gibt weiterhin täglich eine hohe Nummer von Ansteckungen. Am Dienstag waren es fast 4,000 neue Fälle. Dazu kommt, dass Spanien eine der höchsten Sterblichkeitsraten hat. Wie Gesundheitsminister Illa erklärt hat, werden in den kommenden Tagen die Regeln für Distanz und Länge der Spaziergänge festgelegt, zusammen mit Empfehlungen, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.

Quellenangaben

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Änderungen mit Vorbehalt.

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