144 Flüchtlinge an einem Tag

144 Flüchtlinge an einem Tag

Auffangstation in Arrecife Gran Canaria.

KANAREN | Am vergangenen Montagmorgen hat die Salvamento Marítimo den Registrierungsprozess vom zurückliegenden Wochenende abgeschlossen. Der Abschlussbericht verzeichnete 144 Neuankömmlinge auf den Kanaren. 47 Personen wurden ca. 18 Kilometer südlich von Gran Canaria lokalisiert und gerettet. Nachdem an der Küste von La Graciosa ein verlassenes Boot aufgefunden worden war, hatten die Behörden nach einer längeren Suche 19 Personen ausfindig gemacht und an den Hafen von Arguineguín transportiert. 24 Personen wurden am Sonntagabend gegen 20:20 Uhr verzeichnet, die am Hafen von Tazacorte auf La Palma angekommen waren. Zeitgleich wurde vom Hubschrauber der Salvamento Marítimo aus ein Schlauchboot mit 54 Insassen ca. 65 Kilometer südlich von Lanzarote entdeckt. Diese Menschen wurden danach an die Auffangstation in Arrecife transportiert. Der Rettungsdienst der Caminando Fronteras vermutet, dass die 54 Personen des Schlauchbootes sich am Samstag gegen 03:00 Uhr in Tarfaya (Marokko), auf den Weg in Richtung Kanaren gemacht hatten.

Die bestehende Gefahr für die Flüchtlinge ist jedem bewusst, jedoch gehen sie das Risiko ein. Jeder Flüchtling hat einen eigenen Beweggrund, warum er dieses Risiko auf sich nimmt. In den vergangenen Wochen sind bereits 63 Menschen auf hoher See verschollen und bis heute nicht gefunden worden. Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass diese Personen ihre Flucht nicht überlebt haben. Leider gibt es immer eine Dunkelziffer, wodurch es den Rettungseinheiten immer wieder schwerfällt, genau zu bestimmen, wie viele Menschen es tatsächlich geschafft haben und wie viele auf der Überfahrt ihr Leben gelassen haben.

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