Flüchtlingslager “Canarias 50” öffnet die Tore

Flüchtlingslager “Canarias 50” öffnet die Tore

Die ersten Migranten kommen im Bus beim Canarias 50-Lager an.

GRAN CANARIA 🇮🇨 | Die ersten Migranten wurden in das Flüchtlingslager „Canarias 50“ auf Gran Canaria transferiert. Durch dieses sollen die Flüchtlinge nach und nach aus Hotels und Zwischenlagern umgesiedelt werden. Das spanische Migrationsamt startet damit die erste Phase von Canarias 50. Aktuell gibt es Kapazität für 442 Personen im Flüchtlingslager, es sollen aber bis zu 1.320 Personen beherbergt werden können.

Flüchtlingslager – „Plan Canarias” soll 7.000 Plätze schaffen

Insgesamt sollen bei dem Unterbringungsplan der Kanaren 7.000 Plätze geschaffen werden. Nach der Öffnung vom Colegio León in El Lasso im Dezember bildet das Canarias 50-Lager den zweiten Schritt im “Plan Canarias”. Dieser wird vom Ministerium für Migration koordiniert.

Auch das Lager in El Matorral auf Fuerteventura soll laut Ministerium dieses Wochenende öffnen. Dort gibt es eine Kapazität von 700 Betten.

Die Nichtregierungsorganisation Accem , die das Projekt verwaltet, hat 195 Stellenanzeigen geschaltet. Für die Lager werden Anwälte, Krankenpfleger, Sozialarbeiter und Psychologen gesucht.

Flüchtlingslager auf Gran Canaria
Flüchtlingslager auf Gran Canaria

Kritik an den Konditionen im Flüchtlingslager

Bis vor kurzem war ein großer Teil der Flüchtlinge im Süden Gran Canarias untergebracht, beispielsweise in Mogán . Die temporären Lager, wie auch das im Barranco Seco auf Teneriffa, sollen eigentlich nur 72 Stunden als Unterkunft dienen. Dort werden die Migranten registriert und auf COVID-19 getestet.

Da diese Frist und die Kapazitäten der Lager oft überschritten wurden, wie beim inzwischen aufgelösten Lager der Schande in Arguineguín , gab es international starke Kritik.

Im Barranco Seco soll die Situation von Arguineguín nicht wiederholt werden. Bereits jetzt gibt es Beschwerden, da Migranten länger als 72 Stunden in unpassenden Konditionen festgehalten wurden.

Laut dem Anwalt Daniel Arencibia verbrachte ein junger Marrokaner neun Tage im Barranco Seco-Lager, obwohl in ganz Spanien kein Aufenthalt von mehr als drei Tagen in einem Auffanglager erlaubt ist. Laut Arencibia ist das kein Einzelfall.

In den kommenden Wochen soll das Canarias 50-Lager ausgebaut und der “Plan Canarias” fortgesetzt werden.

Quellenangaben

JETZT DIESEN BEITRAG MIT FREUNDEN TEILEN

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.9 / 5. Anzahl Bewertungen: 113

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich gefunden haben...

Folge Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse Sie uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?