Die Kanaren sind kein europäisches Flüchtlingszentrum

Die Kanaren sind kein europäisches Flüchtlingszentrum

Ángel Víctor Torres bei der Parlamentssitzung vom vergangenen Dienstag.

KANAREN | Der kanarische Präsident Ángel Víctor Torres, setzte sich gestern während der Parlamentssitzung stark dafür ein, dass die Kanaren kein Knotenpunkt für Flüchtlinge sind. „Wir werden es nicht akzeptieren, dass die Kanaren eine Schutzmauer für das Festland und somit für Europa bleiben“, so Torres. Die aktuelle Lage in Arguineguín am Hafen hat eine politische Schlacht entfacht, die dazu führt, dass sogar innerhalb der Parteien, große Unstimmigkeiten entstehen. Im Grundsatz stehen die kanarischen Parteien hinter Torres. Allerdings werden ihm Versäumnisse in der Umsetzung vorgeworfen.

Flüchtlingsthema innerhalb der Parteien

Pablo Rodríguez von der CC-PNC sagte, “In einem der schlimmsten Momente der Kanaren wird die autonome Gemeinschaft von der spanischen Regierung einfach hängen gelassen.“Luis Campos von der NC äußerte, „Spanien wird mit dieser Vorgehensweise die Kanaren in ein Gefängnis für Migranten verwandeln und somit die Wirtschaft in den Abgrund stürzen.“. Der Parteisprecher Vidina Espino von der CS: „Die Kanaren sind ebenfalls ein Mitglied der Europäischen Union und wir akzeptieren in keinem Fall, dass der Innenminister Fernando Grande-Marlaska von uns spricht, als wären wir das nicht.“. Pablo Rodríguez von der CC-PNC, ging ebenfalls gegen Torres vor und meinte, dass er nur seinen Ruf schützen wollte und sich daher viel zu spät gegen die Entscheidungen von Spanien gestellt hat. Torres ging auf die Vorwürfe ein und betonte, dass er sich zu Beginn der Krise auf die Unterstützung der spanischen Regierung und der Europäischen Union verlassen hätte, wie es die kanarische Regierung in der Vergangenheit immer konnte. Die Ereignisse jedoch haben gezeigt, dass dies ein Fehler war und jetzt die Zeit der Forderungen, gestützt auf Abkommen und Gesetze, gekommen ist. „Die Kanaren sind es leid nur Worte von Spanien und Europa zu hören, ohne anschließende Handlungen. Wir vergessen nicht die verachtenswerte Handlung bezüglich der Aussetzung von über 200 Flüchtlingen, bei der die kanarische Regierung einfach hintergangen wurde. Wir dürfen nicht vergessen, woher diese Befehle gekommen sind“, so Torres.

In einem Punkt ist sich das Parlament jedoch einstimmig einig. Es müssen mehr Taten folgen auf die Worte und leeren Versprechungen, die von Spanien und Europa ausgesprochen werden.

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