Missbrauch bei fingierten Castings

Missbrauch bei fingierten Castings

Eine Beamtin der Guardia Civil auf Streife. / Archiv

GRAN CANARIA 🇮🇨 | Die Guardia Civil hat einen 22-jährigen Mann verhaftet, der sich als Geschäftsmann ausgab, um Frauen, die zu seinen gefälschten Vorstellungsgesprächen auf Gran Canaria kamen, sexuell zu missbrauchen. Der wegen bereits Missbrauch vorbestrafte Täter kontaktierte die Opfer über ein gefälschtes Profil in einem sozialen Netzwerk und gab sich als Mitarbeiter einer Bodypainting-Firma aus, die Models für Werbekampagnen suchte.

Nachdem er ihnen versprochen hat, dass sie in drei Fotoshootings für einen multinationalen Konzern aus der Kosmetikbranche 3.200 Euro verdienen würden, lud er seine Opfer zu einem Casting in einem Hotel im Süden Gran Canarias ein, wo sie von der falschen Marketingleiterin empfangen werden sollten.

In der Hotelunterkunft angekommen, führte der Täter das Vorstellungsgespräch in einem der Zimmer durch und entschuldigte sich mit der Begründung, der Veranstaltungsraum sei aus gesundheitlichen Gründen geschlossen. Obwohl das Gespräch scheinbar professionell durch die Übergabe von Verträgen geführt wurde, verlangte der falsche Geschäftsführer eine Vorführung im Badeanzug, um die von ihm angeblich vermarkteten Kosmetikprodukte zu testen.

Nach einem der Treffen kontaktierte der mutmaßliche Täter erneut eine der Frauen, um einen neuen Termin zu vereinbaren. Doch dieses Mal sind Polizeibeamte zu dem Treffen gefahren, die zwar den angeblichen Bodypainter nicht angetroffen haben, da er sich Minuten zuvor entfernt hat, jedoch aber seine wahre Identität in Erfahrung bringen konnten.

Missbrauch bei falschen Bewerbungsgesprächen

Die Guardia Civil konnte feststellen, dass diese Person einen ausgeklügelten Plan umsetzte, indem sie sich als leitender Angestellter einer Werbefirma ausgab, um ein bestimmtes Profil von Frauen (jung und mit der Absicht, in die Welt der Mode einzusteigen) anzuwerben und sie glauben zu lassen, dass er beabsichtigte, sie für einen sehr gut bezahlten Job bei einem internationalen Unternehmen einzustellen. Während der Castings nutzte er die Tatsache aus, dass sie Badeanzüge trugen, um sie sexuell zu missbrauchen und dabei zu filmen und zu fotografieren.

Bisher gab es zwei Opfer, die die Misshandlungen anzeigten. Die Untersuchung, die von der Hauptstelle der Guardia Civil in Puerto Rico-Mogán (Gran Canaria) durchgeführt wird, ist noch nicht abgeschlossen und die Identifizierung weiterer Opfer wird nicht ausgeschlossen.

Die von der Kriminalpolizei in Costa Teguise auf Lanzarote durchgeführte Festnahme des mutmaßlichen Täters musste mit extremen Hygienemaßnahmen durchgeführt werden, da einer der Mitbewohner des Festgenommenen aufgrund einer Covid-19-Erkrankung zu Hause isoliert war.

Kontakt für mögliche Opfer: Puesto Principal de Puerto Rico Mogán unter Telefon 928 15 27 20 oder E-Mail gc-pplarguineguin@guardiacivil.org.

Sicherheitstipps gefälschte Jobangebote

– Prüfen Sie die Website des Unternehmens. Analysieren Sie die Website sowie Kommentare, suchen Sie nach Referenzen im Internet.

– Prüfen Sie die Datenschutzrichtlinien.

– Wenn Sie um eine Vorauszahlung gebeten werden, sollten Sie abbrechen.

– Verwenden Sie nur seriöse Portale. Nutzen Sie bewährte Job-Such-Websites oder offizielle Organisationen.

Quellenangaben

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