19-jähriger erschießt 8 Menschen bei Amoklauf in Indianapolis

19-jähriger erschießt 8 Menschen bei Amoklauf in Indianapolis

Polizei sperrte den Tatort nach dem Amoklauf ab.

USA 🇺🇸 | Am Abend des 15. Aprils ereignete sich ein Amoklauf im Logistik-Zentrum des Kurierdienstes FedEx in Indianapolis. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens soll laut Angaben der örtlichen Polizei mit zwei Sturmgewehren auf die dort arbeitenden Angestellten geschossen haben. Dabei sollen acht Personen ums Leben gekommen sein. Fünf weitere Mitarbeiter wurden verletzt und ins Krankenhaus eingewiesen. Drei der Verletzten wurden mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen. Nach der Schießerei nahm sich der Täter selbst das Leben. Die Motive für die Tat sind noch unbekannt.

Täter schoss „wild um sich“

Nach Angaben der Polizei in Indianapolis soll der Amoklauf nur wenige Minuten angedauert haben. Nachdem der Schütze aus dem Auto gestiegen sei, habe er zuerst außerhalb des Paketzentrums wahllos umher geschossen, bevor er in das Gebäude vordrang. Ein Mitarbeiter, der während der Schießerei zugegen war, berichtete im örtlichen Fernsehen, wie der Täter „wild um sich geschossen“ habe. Kurz bevor die Polizei eintraf, soll sich der Schütze selbst das Leben genommen haben.

Im FedEx-Zentrum, welches sich in der Nähe des internationalen Flughafens von Indianapolis befindet, sind laut Medienberichten über 4.000 Menschen beschäftigt. Während des Amoklaufs sollen sich mindestens 100 Personen im Paketzentrum aufgehalten haben.

Amokläufer war kein Unbekannter

Bereits vor der Tat gab es Hinweise auf das Gewaltpotential des 19-jährigen Täters. So ermittelte das FBI nach Aussagen des Special Agents Paul Keenan bereits im April des letzten Jahres gegen den Schützen. Zuvor soll die Mutter des Amokläufers der Polizei gemeldet haben, dass ihr Sohn möglicherweise einen „Suicide by cop“, ein Selbstmordversuch, bei dem man bewusst provoziert von der Polizei erschossen zu werden, begehen könnte. Daraufhin sollen die Behörden den 19-jährigen vorübergehend in psychologische Beobachtung gegeben haben. Zudem sollen die Beamten eine Schusswaffe in der Wohnung des Täters gefunden haben, weshalb das FBI eingeschaltet wurde.

In den Befragungen durch das FBI hätte man, laut Keenan, jedoch keinen „rassistisch motivierten gewalttätigen Extremismus“ bei dem Amokläufer feststellen können. Auch Hinweise auf strafrechtliche Verstöße hätten die Ermittler nicht gefunden. Die Schusswaffe habe man einbehalten. Die Tatwaffen soll der Schütze später, im Juli und September 2020, legal erworben haben, wie die Polizeibehörde in Indianapolis berichtete.

Mindestens 45. Amoklauf seit einem Monat

US-Präsident Joe Biden hatte bereits eine Woche vor dem Attentat in Indianapolis angekündigt, die Waffengesetze verschärfen zu wollen. Besonders die Ausbreitung von selbstgebauten Schusswaffen soll dabei eingeschränkt werden. Bezüglich der Schießerei vergangenen Donnerstag schrieb er auf Twitter : „Wir können und müssen mehr tun, um Waffengewalt zu reduzieren und Leben zu retten.“

Seit dem Attentat auf drei Massage- und Wellness-Spas in Atlanta am 16. März, bei dem acht Menschen ums Leben kamen, häufen sich in den USA die Fälle von Schießereien mit tödlichem Ausgang. Laut Recherchen des CNN sei der Amoklauf in Indianapolis mindestens die 45. Massenschießerei in den Vereinigten Staaten seit Mitte März.

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