Belarus-Situation spitz sich zu

Belarus-Situation spitz sich zu

Demonstranten die sich einer Diktatur entgegenstellen.

Die Lage in Belarus richtet sich nun auch gegen die Presse und die Medien. Die belarussischen Behörden haben ausländischen und auch inländischen Journalisten die Akkreditierung annulliert. Die Annullierung betrifft den englischen Sender BBC, vier russische Journalisten vom Verband der belarussischen Journalisten und zwei ARD-Journalisten. Die Regierung von Belarus wird bezüglich der manipulierten Wiederwahl von Lukaschenko, weiterhin von der russischen Regierung unterstützt. Putin erklärte, dass er die Wahlen anerkennt und Lukaschenko Unterstützung in Form von Polizei Einheiten zur Verfügung stellt.
Die Proteste gegen die Wahl und für mehr Demokratie im Land lassen hingegen nicht nach. Die Sicherheitskräfte gegen massiv gegen die Proteste vor. So wurden erneut Regimekritiker festgenommen. Mittlerweile beläuft sich die Zahl der Festnahmen auf mehr als 100. Gegen den von der Protestbewegung gegründeten Koordinierungsrat wurden zudem strafrechtliche Ermittlungen wegen Bedrohung der nationalen Sicherheit eingeleitet.

In einem Interview der Tagesschau erläutert der Journalist Jo Angerer die Situation vor Ort in Bezug auf den Entzug der Akkreditierung.

Der russische Präsident Wladimir Putin sicherte Lukaschenko auf dessen Bitte eine Reservetruppe zu. Putin betonte, dass dies nur eine Vorsichtsmaßnahme sei, sollte die Lage in Belarus außer Kontrolle geraten. Das Vorgehen gegen die internationale Berichterstattung kommentierte Putin bisher nicht.

Lukaschenko und seine Regierung versuchen durch Willkür und ungerechtfertigte Handlungen zu verhindern, dass der Rest der Welt sieht, was in dem Land vor sich geht. Allerdings betonten mehrere Medienvertreter aus verschiedenen Ländern, dass weiterhin eine Berichterstattung stattfinden wird. Vor allem Social Media wird dazu dienen, Bilder und Videos zu verbreiten und Interviews können auch über Skype oder andere Dienste getätigt werden.

Quellenangaben

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