Neuer Ebola-Ausbruch in Guinea – WHO erhöht Maßnahmen

Neuer Ebola-Ausbruch in Guinea – WHO erhöht Maßnahmen

Behandlungszentrum der WHO in Guinea während der Ebola-Epidemie 2014. / Archiv

GUINEA 🇬🇳 | Im westafrikanischen Guinea ist das Ebola-Virus erneut ausgebrochen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO kündigte daher letzte Woche an, die Hilfsmaßnahmen zu verstärken. So soll eine mögliche Epidemie eingedämmt werden. Beim weltweit schwersten Ebola-Ausbruch 2013 bis 2016 kamen in Westafrika mehr als 11.300 Menschen ums Leben.

Erneute Fälle im Südosten Guineas

Der Ursprung der neuen Fälle liegt in der Region Nzérékoré im Südosten Guineas. Nach der Beerdigung einer Krankenschwester aus Gouéké Anfang Februar zeigten acht der Gäste typische Symptome des Virus wie Durchfall, Erbrechen & Blutungen. Laut dem Twitter-Profil des Lokalbüros der WHO in Guinea gibt es bis jetzt sieben vom Labor bestätigte Erkrankungen und fünf Todesfälle in der Region. Zuletzt soll auch ein Mann aus Léro in der Region Kankan am Virus erkrankt sein. Er soll sich vorher in Nzérékoré aufgehalten haben. Ob es sich wirklich um eine Ebola-Erkrankung handelt, muss noch vom Labor bestätigt werden.

Mittlerweile ist bekannt, dass auch die beerdigte Krankenschwester mit Ebola infiziert war. Dennoch ist sie wahrscheinlich nicht der Patient Null. Wie die örtlichen Medien berichteten, soll die Krankenschwester, Wochen bevor sie Symptome zeigte, ihre Schwiegermutter gepflegt haben, die an unerklärlichen Blutungen litt.

WHO im Alarmzustand

Die WHO befindet sich seitdem in Alarmbereitschaft und kündigte in der letzten Woche verstärkte Maßnahmen an, um eine mögliche Epidemie einzudämmen. Laut dem Gesundheitsministerium sollen am heutigen Sonntag die ersten Impfdosen in Guinea eintreffen.

Eine schwere Epidemie, wie beim Ausbruch zwischen 2013 und 2016 in Westafrika, möchte die WHO verhindern. Damals starben über 11.300 Menschen am Virus. Die meisten Fälle gab es in Guinea, Liberia und Sierra Leone.

Ebola-Impfstoffe erhöhen Überlebenschance

Ebola ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die häufig tödlich endet. Es gibt kein spezifisches Heilmittel gegen das Virus. Dennoch haben sich die Überlebenschancen in den vergangenen Jahren durch Fortschritte bei den Vakzinen und den Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert. So werden seit 2019 auch Impfstoffe zur Bekämpfung des Virus eingesetzt. Bereits Mitte Januar gab die WHO bekannt, einen globalen Vorratsspeicher mit einer halben Million Impfdosen anzulegen.

Zudem reagierte die Regierung Guineas schnell auf die erneuten Erkrankungen. Um die betroffene Region Nzérékoré wurde eine Art Schutzring errichtet. Möchte man dort ein- oder ausreisen, muss man erst eine Hygieneschleuse passieren. Außerdem werden in den öffentlichen Verkehrsmitteln die Namen und Kontaktdaten der Passagiere aufgenommen.

In Anbetracht der aktuellen Flüchtlingskrise auf den Kanaren , stellt diese gesundheitliche Situation keine Gefahr dar. Die Flüchtlinge die auf die Kanarischen Inseln kommen, stammen aus Mauretanien und nur selten aus der Region Guinea.

Neue Ebola-Fälle auch im Kongo

Auch in der Demokratischen Republik Kongo (D. R. Kongo) wurden wieder neue Ebola-Fälle gemeldet. Laut dem afrikanischen Büro der WHO kam es dort zu sechs bestätigten Infektionen und zwei Todesfällen. 120 Personen sollen im zentralafrikanischen Staat bereits geimpft worden sein. Erst im letzten Juni wurde Ebola, nach einem großen Ausbruch mit über 2.200 Toten, in der D. R. Kongo für überwunden erklärt.

Quellenangaben

Lesen Sie auch

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.7 / 5. Anzahl Bewertungen: 62

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich gefunden haben...

Folge Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse Sie uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?