Ölkatastrophe in Mauritius

Ölkatastrophe in Mauritius

Helfer des Roten Kreuz und die Guardia Civil helfen den ankommenden Einwanderer.

Ein gewaltiger Ölteppich an der Küste von Mauritius.
Ein gewaltiger Ölteppich an der Küste von Mauritius.

Anfangs August war der Tanker Wakashio im Indischen Ozean bei Mauritius auf ein Riff aufgelaufen. Am vergangenen Samstag dann brach der Öltanker in der Schiffsmitte auseinander und es flossen tausende Liter Öl in den Indischen Ozean. Sie zerstören die Meereswelt und deren Bewohner. Eine Katastrophe, die schnellstens unter Kontrolle gebracht werden muss. Zwar konnten zahlreiche Helfer, die auf der Insel leben, bereits einen Großteil des Schweröls aus dem Tanker pumpen, jedoch sind schon rund 27 Quadratkilometer mit einem riesigen Ölteppich belegt. Die UN und auch Frankreich haben Hilfe und Unterstützung angeboten. Das ist auch bitter nötig, denn dieser Ölteppich ist der Tod für eine große Anzahl an Tieren und Pflanzen die in den Mangrovenwäldern an der Küste leben. Der Öltanker war in einem geschützten UNESCO-Feuchtgebiet aufgrund gelaufen. Dieses geschützte Gebiet dient dazu, die aussterbenden Artenvielfalt von Mauritius zu regenerieren und zu erhalten. Dieses Projekt hat durch diese Ölkatastrophe nun einen herben Rückschlag erlitten. Das transportierte Schweröl kann sehr lange im Wasser bestehen bleiben und raubt Tieren und Pflanzen den Sauerstoff. Die geologischen Gegebenheiten an der Küste erschweren ein Reinigen des Wassers und der Region erheblich. Die Behörden von Mauritius sprechen von der schlimmsten Katastrophe, die sich jemals ereignet hat. Das Ziel liegt jetzt darin, die Ausbreitung des Ölteppichs durch Wasserbarrieren zu verhindern, die Küsten zu schützen und soviel von der Natur zu bewahren wie nur möglich. Die Auswirkungen auf den Tourismus, der die Haupteinnahmequelle der Insel darstellt, seien eine weitere, wirtschaftliche Katastrophe, zumal die Reinigungsarbeiten noch Monate andauern werden, so die Behörden der Insel und der UN.

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