83 Millionen für die Flüchtlingssituation auf den Kanaren

83 Millionen für die Flüchtlingssituation auf den Kanaren

Die spanische Finanzministerin María Jesús Montero bei der Pressekonferenz am Dienstag.

KANAREN 🇮🇨 | Am Dienstag bestätigte die spanische Finanzministerin María Jesús Montero, dass hinsichtlich der Flüchtlingssituation auf den Kanaren 83 Millionen Euro bereitgestellt werden, um die Krise schneller und effektiver unter Kontrolle zu bekommen. Die meisten Gelder dieses Zuschusses werden auf Gran Canaria in Mogán und Las Palmas eingesetzt werden. Die Gemeinde Mogán gilt nach den jüngsten Ereignissen bei einem Hotel als Pulverfass. Montero teilte bei der Pressekonferenz ebenfalls mit, dass es mehrere Flüchtlinge gibt, die weiterziehen dürfen und möchten sowie Flüchtlinge, die zurückgeschickt werden sollten.

Allerdings ist in vielen Fällen aufgrund der Tatsache, dass etliche Zielländer niemanden mehr zurückkehren lassen, schwierig. Dementsprechend werden Spanien und die Kanaren den Aufenthalt dieser Personen weiterhin gewährleisten. „Spanien und ebenfalls die Kanarischen Inseln sind und bleiben solidarisch. Aussagen wie „alle zurück aufs Wasser“, werden wir keine Beachtung schenken, genauso wenig wie der Hetze oder dem Aufruf zu rechtsextremen Handlungen bezüglich der Flüchtlingssituation. Wir werden immer eine menschenwürdige Lösung finden.“, so Montero bei der Pressekonferenz.

Die Gelder sollen dazu dienen, die dringend benötigten Flüchtlingslager fertigzustellen, um die Hotels räumen zu können und den Flüchtlingen trotz der aktuellen Lage einen menschenwürdigen Aufenthalt zu gewährleisten. Eine Situation wie das „Lager der Schande“ im Hafen von Arguineguín soll es nie wieder geben.

Das Rote Kreuz und die Flüchtlingssituation

Von den 83 Millionen soll das Rote Kreuz 30 Millionen zur Verfügung gestellt bekommen. Damit können dort weitere Ressourcen mobilisiert werden, um organisatorische und infrastrukturelle Aspekte zu erweitern und zu optimieren. Das Rote Kreuz war seit dem ersten Flüchtling im Hafen vor Ort und hat unter schwierigsten Bedingungen eine überwältigende Arbeit geleistet. Die Organisation ist jedoch weiterhin auf Unterstützung angewiesen, nicht nur von der Regierung, sondern auch von den Bürgern. Daher ist sie über jede freiwillige Spende  sehr dankbar.

Am Montag sind auf Gran Canaria weitere 181 Flüchtlinge angekommen. Darunter befanden sich 11 Minderjährige, 14 Frauen und ein Baby. Am Dienstag kamen auf Gran Canaria im Hafen von Arguineguín weitere 133 Migranten an. Am Montag wurden ebenfalls 48 Flüchtlinge in den Hafen von Los Cristianos transportiert. Darunter waren auch 11 Minderjährige.

Quellenangaben

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