Antigentest-Debatte – Torres widersetzt sich spanischem Beschluss

Antigentest-Debatte – Torres widersetzt sich spanischem Beschluss

Der kanarische PrÀsident Ángel Víctor Torres bei einer Pressekonferenz.

KANAREN | Das ewige Debakel um die Anerkennung der Antigen-Tests fĂŒr Einreisende auf die Kanaren nimmt nun ein Ende. Der VizeprĂ€sident, Julio PĂ©rez, verkĂŒndete noch am gestrigen Abend die kommenden Maßnahmen und erlĂ€uterte die Entscheidung des KanarenprĂ€sidenten. Den Beschluss von Spanien, der am 12. November erlassen wurde, dass nur RT-PCR-Tests akzeptiert werden, um einen negativen Nachweis zu erbringen, kann und will die kanarische Regierung nicht lĂ€nger akzeptieren.

Die kanarische Regierung hatte nach dem 12. November in ihren Statuten beschlossen, dass ebenfalls Antigen-Tests akzeptiert werden. In den darauffolgenden drei Wochen konnten die Kanaren mit dieser Vorgehensweise sehr gute Ergebnisse erzielen . Ab dem 23. November bis jetzt haben dann auch die Kanaren nur die RT-PCR-Tests anerkannt, jedoch nur aufgrund der Tatsache, dass es Verhandlungen mit der spanischen Regierung hinsichtlich der Option fĂŒr die Antigen-Tests ab dem 1. Dezember gab. Die spanische Regierung hat die Zusagen zu einem angeblichen Konsens, wie Torres mit Freude am 27. November verkĂŒndete, nicht eingehalten und somit das Vertrauen der kanarischen Regierung massiv missbraucht.

Antigen-Tests werden erzwungen

Nachdem die spanische Regierung am Montag beim internationalen Tourismus-Treffen erneut keine Reaktionen gezeigt hatten, auf die Antigen-Tests einzugehen und diese anzuerkennen, ist jetzt die Grenze der politischen Kulanz erreicht. Der kanarische PrĂ€sident wird der spanischen Regierung die Möglichkeit offerieren, die Kanaren als Ausnahmegebiet zu deklarieren, damit sie ohne große UmstĂ€nde die Antigen-Tests durchsetzen können. Sollte sich die spanische Regierung nicht zeitnah auf die Option einlassen, wird Torres einen Beschluss verabschieden und fest im BOC verankern, dass die Antigen-Tests fĂŒr Einreisende auf die Kanaren akzeptiert.

Spanien erhĂ€lt schon seit Monaten Druck und Optionen von den Kanaren, weiteren Autonomen Gemeinschaften und Reiseveranstaltern, um die Antigen-Tests anzuerkennen. Diese Woche kam der jĂŒngste aber wohl auch der stĂ€rkste Druck von der EuropĂ€ischen Union .

Antigen-Tests werden finanziert

Des Weiteren verkĂŒndete der KanarenprĂ€sident Ángel VĂ­ctor Torres, wĂ€hrend des EZB-Rats, dass er noch weitere zwei BeschlĂŒsse verabschieden will. Der erste soll den offiziellen Ausschluss aus dem spanienweiten Alarmzustand fĂŒr die Kanaren sein und der zweite beinhaltet, dass fĂŒr Einheimische die PCR- und Antigentest-Kosten von der kanarischen Regierung ĂŒbernommen werden. Diese Regelung wird jedoch fĂŒr Einreisende, die von der Iberischen Halbinsel kommen, nicht gelten.

Julio PĂ©rez versicherte, dass der kanarische PrĂ€sident die BeschlĂŒsse eigenstĂ€ndig einreicht und fĂŒr eine schnelle Bearbeitung sorgen wird. Die Kanaren kĂ€mpfen seit Monaten, um eine erfolgreiche Reaktivierung des Tourismus herbeizurufen. Spanien hat jedoch bis jetzt nur Hindernisse oder leere Versprechen beigesteuert. Die kanarische Ministerin fĂŒr Tourismus, Yaiza Castilla, kĂ€mpft ebenfalls seit Monaten fĂŒr die Reaktivierung und fördert millionenschwere Werbekampagnen in Großbritannien und Deutschland sowie in den skandinavischen Regionen.

Die Grenze der politischen Missbilligung scheint vorbei zu sein. Die Kanaren haben das Recht die eigenen Statuten, die im BOC verankert sind, zum Wohle der Autonomen Gemeinschaft und deren Förderung und BestĂ€ndigkeit, durchzusetzen. Die Inseln erfĂŒllen jegliche Kriterien, die im spanischen Beschluss unter dem Artikel 9 fĂŒr die BekĂ€mpfung der COVID-19 Pandemie als Voraussetzung geltend gemacht werden, daher erwarten wir mit Spannung den nĂ€chsten BOC.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sÀmtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit Àndern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um MissverstÀndnissen vorzubeugen.

Quellenangaben

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