Die Reaktivierung des Tourismus ist gefährdet

Die Reaktivierung des Tourismus ist gefährdet

Die Karte zeigt die europäische Lage hinsichtlich Corona.

KANAREN | Aufgrund der Tatsache, dass die Kanarischen Inseln von der Liste für Reisewarnungen entfernt wurden, bringt zurzeit nicht die gewünschten Veränderungen. Die Lage in Europa hinsichtlich der Corona-Situation verschärft sich. Die Ministerin für Tourismus, Yaiza Castilla, hat deshalb neue Anreize für die Fluggesellschaften geschaffen, damit diese attraktive Angebote für die Touristen machen können. Die Ministerin prognostizierte für November und Dezember noch 40 bis 50 Prozent Zuwachs von Urlaubern. Die Strategie sah vor, dass die Kanaren zurzeit die einzige Option sind für Touristen, um doch noch einen schönen Strandurlaub genießen zu können. Die Hoffnung, dieses Ziel zu erreichen, sinkt jedoch von Tag zu Tag, wenn man die Lage in den wichtigsten Destinationen, Festland Spanien, Großbritannien und Deutschland betrachtet. Das Festland als wichtiger Faktor für den inländischen Tourismus entfällt sogar komplett.

Das Festland beförderte im letzten Jahr fast zwei Millionen Urlauber auf die Kanaren und ist jetzt zum größten Teil abgeschottet. Es kommen täglich 20.000 neue, positiv getestete dazu und mit Ausnahme der Kanarischen Inseln, Galizien, den Balearen und der Region Extremadura, befinden sich alle im Alarmzustand mit Ausgangssperren und weiteren verschärften Maßnahmen. Dadurch entfällt die drittgrößte Urlauber Destination für die Kanaren.

England warnt vor Urlaub

Großbritannien hat die Reisewarnung für die Kanaren am 25. Oktober ebenfalls aufgehoben. Diese Destination ist die stärkste Urlauber-Quelle der Kanaren. Im letzten Jahr sind fast fünf Millionen Urlauber gekommen und haben es sich gut gehen lassen und relaxt auf den Kanaren. Die Tourismusbranche und die Fluggesellschaften reagiert sofort und mobilisierten innerhalb kürzester Zeit über 100 neuen Flüge auf die Kanaren. Die Regierung von Großbritannien verzeichnet ebenfalls täglich mehr als 24.000 neue Fälle. Daher ist es nachvollziehbar, dass die Regierung alle Bürger bittet, keine unnötigen Reisen zu unternehmen, unabhängig von der aufgehobenen Quarantänebestimmungen. Großbritannien ist mit 45.000 registrierten Corona-Todesfällen das Land in Europa, das die höchste Todesrate hat.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel - Quelle: Twitter, Angela Merkel
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel - Quelle: Twitter, Angela Merkel

Leichter Lockdown in Deutschland

Am 24. Oktober hatte auch das RKI in Deutschland die Reisewarnung für die Kanaren aufgehoben. Letztes Jahr kamen mehr als 2,5 Millionen deutsche Touristen auf die Inseln. Nach der Aufhebung der Reisewarnung wurden auch in dieser Destination 71 Flüge für insgesamt 13.000 Sitzplätze mobilisiert bis zum 30. Oktober 2020. Am 31. Oktober registrierte Deutschland jedoch 19.000 positive Fälle innerhalb eines Tages und erreichte somit einen Höchststand, der Kanzlerin Angela Merkel zum Handeln zwang. Die Maßnahmen wurden bis vorerst Ende November verschärft. So wurde in Abstimmung mit allen Bundesländern beschlossen, das öffentliche Leben einzuschränken. Diese Maßnahmen treten in Deutschland heute in Kraft und beinhalten die Schließung des gesamten Gastronomie-Sektors mit Ausnahme vom Liefer- und Abholservice. Sämtliche Einrichtungen zur Freizeitgestaltung wie Theater, Messen, Kinos, Parks, Spielhallen, Schwimmbäder und Fitnessstudios werden ebenfalls geschlossen. Einen Urlaub in Deutschland zu machen, ist während dieses leichten Lockdowns ebenfalls nicht möglich.

Die Ministerin für Tourismus, Yaiza Castilla, hat in Zusammenarbeit mit den restlichen Stellen der Kanarischen Regierung einen Weg definiert, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, Sicherheit und Kontrolle für Einreisende zu gewährleisten. So wurde am Samstag im Kanarischen Amtsblatt (BOC), die Testpflicht für Touristen auf den Kanaren veröffentlicht. Wie weit dieses Vorhaben nun mit der aktuellen Lage in Europa noch umsetzbar ist, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

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