Direkthilfe für die Kanaren in Höhe von 1,1 Milliarden

Direkthilfe für die Kanaren in Höhe von 1,1 Milliarden

Der spanische Präsident Pedro Sánchez im Kongress. / Archiv

KANAREN 🇮🇨 | Nach dem Treffen des spanischen Kongresses am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass die kanarischen Inseln rund 1,1 Milliarden Euro von der spanischen Direkthilfe erhalten, um die gravierenden Folgen in der Wirtschaft, insbesondere im Tourismus-Sektors, ausgleichen zu können.

Diese Direkthilfe muss von den Kanaren nicht zurückbezahlt werden, wie es gestern im spanischen BOE deklariert wurde. Insgesamt hat Spanien in dem Rettungsfonds rund sieben Milliarden Euro zur Verfügung, die auf alle autonomen Gemeinschaften verteilt werden. Zwei Milliarden sind für die Kanaren und Balearen vorgesehen. Davon werden rund 57,2 Prozent an die Kanaren ausbezahlt.

Anspruch der Direkthilfe in Spanien und den Kanaren

Die Kriterien für die spanische Direkthilfe sind identisch mit denen der letzten Auszahlung, die aus dem Europäischen REACT-Fonds stammt. Auf dem Festland kommt ein weiterer Aspekt hinzu. Diese Direkthilfe setzt voraus, dass Unternehmen die im Jahr 2020 mindestens 30 Prozent Umsatzverlust zum Vorjahr hatten. Diese Regularien jedoch werden zum größten Teil von allen Unternehmen, insbesondere im Tourismus-Sektor, problemlos erfüllt.

Die Kanaren erhalten mehr als die Balearen, weil die spanische Regierung die Wirtschaftslage daraufhin untersucht hat, wie Entwicklung des ERTE-Programms für Unternehmen ist. So waren auf den kanarischen Inseln im Jahr 2020 rund 133.478 Arbeitnehmer im ERTE-Programm registriert.

Spanien wird die 1,1 Milliarden innerhalb von zehn Tagen an die kanarische Regierung auszahlen. Ab diesem Moment können Unternehmer einen Antrag stellen.

Jedes Unternehmen hat folgende Voraussetzungen zu erfüllen und einzuhalten:

  • Das Unternehmen darf nicht in einer begünstigten Steuer-Zone ansässig sein.
  • Das Unternehmen darf zum Zeitpunkt des Antrags oder im Anschluss daran keinen Konkurs angemeldet haben.
  • Das Unternehmen darf keine Steuerschulden haben.
  • Das Unternehmen darf in den nächsten zwei Jahren keine Dividenden auszahlen oder die Gehälter der Geschäftsführung erhöhen.
  • Das Unternehmen darf den Betrieb bis Juni 2022 nicht einstellen.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

Aktuelle Informationen zum Thema Corona auf den Kanaren sowie den geltenden Einschränkungen und aktuelle Corona-Zahlen, erhalten Sie auf unserer Corona-Informationsseite .

Quellenangaben

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