Wo bleiben die Direkthilfen – Unternehmer fordern erneut

Wo bleiben die Direkthilfen – Unternehmer fordern erneut

Solange die Direkthilfen nicht ausgezahlt werden, kommt es tagtäglich zu weiteren Insolvenzen kanarischer Unternehmen.

KANAREN 🇮🇨 | Kanarische Unternehmer freuen sich über die versprochenen finanziellen Direkthilfen der spanischen Regierung, die letzte Woche genehmigt wurden. Zwischen 3.000 bis 200.000 Euro sollen direkt an Selbstständige und Unternehmen ausgezahlt werden, aus einem Fond von elf Milliarden Euro.

Die Geschäftsleute kritisieren allerdings, dass die Hilfen verspätet sind. Vor allem, wenn man an die hohe Zahl der Unternehmen denkt, die im letzten Jahr insolvent gegangen sind. Bis das Geld bei den Firmen ankommt, was vermutlich im April oder Mai passieren wird, lauern weiterhin Insolvenzen.

„Jeden Tag sterben Unternehmen“, sagte José Cristóbal García, der Vizepräsident des Kanarischen Unternehmerverband (CCE). Die Unternehmer würden aktuell gegen die Zeit arbeiten.

García fragte sich, warum die Regierung so lange gebraucht hat, um diese Art von Hilfen zu genehmigen, die so viele Unternehmen hätten retten können. „Es gibt noch keine vollständigen Daten, aber die Auswirkungen dieser Krise werden brutal sein. Innerhalb eines Jahres werden viel mehr Unternehmen verschwinden als zwischen 2008 und 2013“, so García.

Direkthilfen fließen nicht in alle Sektoren

Nun kommen die Direkthilfen, welche dazu gedacht sind, weitere Insolvenzen abzufangen. Doch eine ultimative Lösung sei dies noch nicht: Laut Juan Carlos Arricivita, Präsident vom Verband für Selbstständige (ATA), wurden viele Aspekte und Sektoren in dem genehmigten Hilfsplan nicht berücksichtigt. Eine Anpassung der Direkthilfen ist bereits im Gespräch. Wirtschaftsministerin Nadia Calviño sprach sich am Montag für Korrekturen im Plan aus, um auch Souvenirläden, Friseure, Fahrradverleihe und Schönheitszentren einzubeziehen.

„Wir hoffen, dass es diese Korrekturen geben wird, da all diese Sektoren miteinander zusammenhängen, vor allem in Wirtschaften wie auf den Kanaren“, so Arricivita.

Arricivita hofft außerdem, dass durch den Einsatz von Beamten und Technikern in den Autonomen Gemeinschaften eine schnelle Abwicklung der Zuschüsse ermöglicht wird. „Viele Unternehmen sind davon abhängig“, erinnerte er.

Quellenangaben

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