Elf tote Flüchtlinge

Elf tote Flüchtlinge

Tragische Todeszahlen der Flüchtlinge die auf Booten ihrem Traum erliegen.

Eine neue Tragödie ereignete sich auf der Flüchtlingsroute zwischen den Kanaren und Afrika. Elf Leichen wurden von der Seenotrettung in einem Cayuco 130 Kilometer südlich von Gran Canaria gefunden. Es trieb vermutlich schon mehrere Tage auf dem Atlantik. Weitere 44 Menschen starben vor zwei Wochen auf dem Weg zu den Inseln, 63 wurden als vermisst gemeldet. „Das ist das eigentliche humanitäre Problem. Wir haben eine schwere Zeit vor uns“, warnt der Abgeordnete Anselmo Pestana. Das Boot wurde von einem Flugzeug der Seenotrettung gesichtet. Die Besatzung hielt nach Flüchtlingen Ausschau, die zuvor in Mauretanien in See gestochen waren. Ob es sich bei den Toten um die Flüchtlinge auf dem gefundenen Boot handelt, ist noch nicht bekannt. Das Schiff „Río Tajo“ der Guardia Civil schleppte das Flüchtlingsboot in den Hafen von Arinaga auf Gran Canaria.

Durch die Coronakrise und die Überwachung der Küste vor Marokko haben die Schleuser andere Routen wieder aktiviert. Sie setzen vermehrt vom Senegal oder Mauretanien aus über. Doch diese Strecken sind viel weiter und auch gefährlicher. Die Flüchtlinge gehen ein weit höheres Risiko ein. Aber der Wunsch nach Europa zu kommen ist bei vielen einfach größer als die Angst.

Im August sind bereits 312 Migranten an den Küsten der Kanarischen Inseln eingetroffen, weitere 117 Personen, die dies versucht haben, wurden für tot oder vermisst erklärt. Nach Angaben des Innenministeriums sind in diesem Jahr bisher 3.448 illegale Einwanderer in 144 Booten auf die Inseln gekommen, im Vergleich zu 556 Personen, die 2019 auf diesem Weg ankamen.

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