Erster Bericht zur Risikobewertung auf den Kanaren

Erster Bericht zur Risikobewertung auf den Kanaren

Julio Pérez, der Sprecher der kanarischen Regierung am Donnerstag nach dem EZB-Rat.

KANAREN 🇮🇨 | Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres hatte bereits am Mittwoch angekündigt, dass der Regierungsdelegierte Anselmo Pestana eine Risikoeinschätzung zur öffentlichen Sicherheit bezüglich der aktuellen Flüchtlings-Situation auf den Kanaren vornehmen wird. Am Donnerstagnachmittag konnten bereits die ersten Zahlen ausgewertet werden.

Risikobewertung läuft weiter

Anselmo Psteana konnte nach dabei bestätigen, dass mindestens 15.000 von den rund 26.000 Migranten, die in den vergangenen 13 Monaten auf den Kanaren angekommen waren, die Kanaren bereits wieder verlassen haben.

Ebenfalls wurde mitgeteilt, dass mindestens 11.000 Migranten zurzeit weiter auf den kanarischen Inseln sind. Darunter sind rund 2.000 Minderjährige und circa 9.000 Erwachsene. Das Amt für Migration bestätigte ebenfalls, dass die Mehrheit der noch aktuell hier verbleibenden Migranten die Kanaren wieder verlassen will, was zurzeit aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht möglich ist. Daher ist die erste Priorität, die Migranten von Hotels in die Flüchtlingslager zu verlegen .

Am Montag wurde daher auch das bisher größte Flüchtlingslager auf Teneriffa in Las Raíces in Betrieb genommen. Das Lager umfasst ca. 30.000 m² und soll bis zu 2.400 Migranten aufnehmen können. Pestana bestätigte im Zuge der Risikobewertung, dass die Verlegungen bereits begonnen haben und sämtliche Bemühungen unternommen werden, um die Hotels schnellstens zu räumen.

Risikobewertung zeigt die falschen Straftatvorwürfe

Anselmo Pestana bestätigte des Weiteren, dass von den 120 Anzeigen die gegen Migranten vorliegen, mindestens die Hälfte aufgrund von falschen Anschuldigungen oder erfunden Straftaten eingeleitet wurde, wie vor kurzem der erfundene Raubüberfall in Maspalomas .

Die Risikobewertung dauert weiterhin an und wird noch weitere Inspektionen und Einsichten in Dokumente erfordern. Pestana versicherte alles bis ins kleinste Detail zu untersuchen, um eine effektive und realistische Risikobewertung bezüglich der öffentlichen Sicherheit abgeben zu können. In diesem Zuge bestätigte er jedoch auch, dass bei diesen Untersuchungen auch Falschanschuldigungen, Aufrufe zur Gewalt und Hetze untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufgrund von Lügen und möglicher unberechtigter Angst die Oberhand bekommen“, so Pérez am Donnerstag.

Quellenangaben

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