Gewalttätige Flüchtlinge sollen abgeschoben werden

Gewalttätige Flüchtlinge sollen abgeschoben werden

Kanarenpräsident Torres nahm Stellung zu der Flüchtlings-Situation auf Gran Canaria.

KANAREN 🇮🇨 | Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres erklärte am Montag, dass jeder Migrant, der eine Gewalttat begeht, dem Gesetz nach abgeschoben werden muss und abgeschoben wird. „Gewalt löst keine Gewalt”, so Torres.

Damit reagiert er auf mehrere Vorfälle auf Gran Canaria in den letzten Tagen. Er ist besorgt, dass die Anhäufung von Hass und Gewalt das friedliche Zusammenleben von allen bedroht. 

Kampf mit Flüchtlingen ging durch die Medien

Einer der Konflikte fand in Las Rehoyas in der Hauptstadt statt. Ein junger Mann soll nach einem Kampf mit Einwanderern erstochen und ein anderer mit einem Schnitt am Kopf verletzt worden sein. Die Taten führten zu großer Aufregung in der Nachbarschaft. Die Anwohner mobilisierten sich auf den Straßen, um die mutmaßlichen Angreifer eigenständig zu schnappen. Dutzende Nachbarn sollen sich auf die Jugendlichen gestürzt haben. Zeugen zufolge trugen beide Seiten Messer. Es sollen aber alle Beteiligten dieser Angriffe wohlauf sein.

Am vergangenen Sonntag hatte eine Frau aus Valsequillo zudem eine Beschwerde über einen Angriff von zwei jungen Menschen maghrebinischer Herkunft eingereicht, der ihr widerfahren sei. Sie soll letzten Freitag in La Barrera mit Steinen, Schlägen und Tritten malträtiert worden sein. Sie wehrte sich mit einem Messer und verletzte einen der jungen Männer am Bauch, musste danach aber selbst zum Arzt.

Flüchtlingskrise: Viele Probleme, wenig Lösungen

Gerade auf Gran Canaria kommt es immer häufiger zu Zwischenfällen und auch zu einer Anhäufung von Fremdenfeindlichkeit. Anwohner planten bereits über soziale Medien, die Insel selbstständig „zu bereinigen” .

Der Inselpräsident von Gran Canaria, Antonio Morales Méndez, hatte kürzlich eine eindeutige Aussage zu der Krise gemacht. Die Migrationspolitik auf den Kanaren könne gar nicht anders, als Hass auf allen Seiten zu erzeugen. Kritisch sei vor allem, dass das Festland keine Weiterreise ermöglicht und die Einwanderer auf den Inseln feststecken. Onalia Bueno, die Bürgermeisterin von Mogán auf Gran Canaria, sah das größte Problem bisher in der Flüchtlingsunterbringung in Hotels . Der Minister für soziale Sicherheit, Inklusion und Migration, José Luis Escrivá, sagte, dass bis zum 15. Februar alle sechs Flüchtlingslager auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura einsatzbereit sein sollen. Dadurch sollen die 7.000 Migranten, die in Hotels und Ferienkomplexen untergebracht sind, diese schlussendlich verlassen. Das sollte eigentlich schon Ende letzten Jahres passieren, da diese Art der Unterbringung nur als temporäre Maßnahme gedacht war.

Die Kaserne Las Canteras in La Laguna auf Teneriffa ist mit ihren 1.500 Plätzen das letzte Lager, was eröffnet werden soll.

Quellenangaben

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