Torres will Flüchtlingstransfers – Asylpakt ist unzureichend

Torres will Flüchtlingstransfers – Asylpakt ist unzureichend

Ángel Víctor Torres (M.) mit dem Bürgermeister von Las Palmas de Gran Canaria (l.) und dem Präsidenten der Hafenbehörde von Las Palmas am Samstag.

KANAREN 🇮🇨 | Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres hat sich am Montag beim Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments (LIBE) für die Flüchtlingstransfers aufs Festland eingesetzt. Er akzeptiert nicht, dass die in der EU ankommenden Migranten in Grenzgebieten bleiben müssen.

In dem digitalen Meeting hat er angesprochen, dass man den neuen Migrations- und Asylpakt nicht als diesen bezeichnen könne, da es für einen „Pakt“ vorerst zu einer Einigung bei diesem Thema kommen müsse. Sobald ein Einwanderer auf den Kanaren ankommt, komme dieser auch automatisch in der Europäischen Union an, wie es in Straßburg, Paris, Brüssel oder Madrid der Fall ist und somit ist ein Flüchtlingstransfer zu gewährleisten.

Torres sprach außerdem die Situation von unbegleiteten Minderjährigen mit Migrationshintergrund an, was für ihn seit längerem ein wichtiges Thema ist. Er hat einen Brief an regionale Präsidenten auf dem Festland geschickt, mit der Bitte, einige der Minderjährigen zu übernehmen, da die Inseln nicht in der Lage sind, auf alle achtzugeben.

„Einige Präsidenten, wie die von Galizien und Valencia, haben geantwortet, dass sie bei den Flüchtlingstransfers mitziehen. Ich hoffe, dass Galizien eine bedeutende Zahl aufnehmen kann. Valencia wird sogar die Anzahl der Minderjährigen erhöhen, die sie bereits wie vereinbart von den Kanaren aufgenommen haben“, lobte er.

Mangelnder Flüchtlingstransfer ist nicht das einzige Problem

Am Samstag hatte er zudem die innerpolitischen Schwierigkeiten angesprochen, die gerade auf den Kanaren herrschen. Dazu gehört der Rücktritt von Blas Acosta , der Inselpräsidenten Fuerteventuras, sowie das Misstrauensvotum vom letzten Juli gegen PSOE-Leiterin und Bürgermeisterin von Santa Cruz de Tenerife, Patricia Hernández.

„Dies ist nicht die Zeit für politische Instabilität oder Misstrauensanträge“, sagte Torres. „Das, was die Bürger angesichts der durch die Pandemie verursachten Krise fordern, liegt in der Verantwortung bei der Verwaltung der Regierungen und bei der Kontrolle der Opposition.“

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