Großbritannien setzt die Kanaren wieder auf die Risikoliste

Großbritannien setzt die Kanaren wieder auf die Risikoliste

Ángel Víctor Torres bei einer Pressekonferenz nach der Entscheidung von Großbritannien.

KANAREN 🇮🇨 | In der Nacht von Freitag auf Samstag ist der Beschluss der britischen Regierung in Kraft getreten, der die Kanarischen Inseln wieder auf Risikoliste setzt. „Der erneute Anstieg der positiven Fälle auf den Kanaren, insbesondere Teneriffa, hat uns dazu veranlasst, die Entscheidung zu treffen, die Kanaren erneut auf die Risikoliste zu nehmen“, so der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Sämtliche Briten, die ab Samstag wieder im Vereinigten Königreich einreisen, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Sie haben zwar auch die Möglichkeit, ab dem fünften Quarantänetag einen Test zu machen und können anschließend, bei einem negativen Testergebnis, die Quarantäne beenden. Trotzdem ist es ein herber Schlag für die Urlauber und somit auch für den kanarischen Tourismus, dass die Inseln wieder auf der Risikoliste sind.

Wieder auf der Risikoliste – Es benötigt Handlungen

Die Regierung der Kanaren war von der Nachricht, wieder auf der Risikoliste zu sein, sichtlich überrascht, nach allen Bemühungen die unternommen wurden, um den Tourismus zu reaktivieren. Die aktuellen Corona-Zahlen, insbesondere auf Teneriffa, sind der maßgebende Aspekt, der diese Entscheidung mitbeeinflusst hat. Die kanarische Regierung hat daher die Verschärfungen auf Teneriffa um eine Woche verlängert und zieht weitere Einschränkungen für die Insel in Erwägung.

Die Gastgewerbebranche hat ebenso kurz darauf reagiert und macht der Regierung Druck, damit diese das Rettungspaket für das Gastgewerbe genehmigt. Der Präsident von Ashotel Jorge Marichal bedauert die Entscheidung der britischen Regierung. Er befürchtet jetzt einen totalen Einbruch der Wintersaison und Maßenschließungen im Gastgewerbe. „Die Briten waren nach wie vor der große Hoffnungsträger des Gastgewerbes in diesem Jahr. Wenn die Regierung im kommenden Jahr noch eine Hotellerie und ein funktionierendes Gastgewerbe wünscht, muss das Rettungspaket jetzt verabschiedet werden. Die Verhandlungen müssen jetzt ein Ende haben!“, so Marichal.

Jorge Marichal forderte von der kanarischen Regierung außerdem eine absolute Strenge bei der Einhaltung der Maßnahmen und wenn nötig, die unbelehrbaren Regionen abzuriegeln. „Das Gastgewerbe blutet gerade vollkommen aus und das nur, weil es immer noch Menschen gibt, die noch nicht begriffen haben, wozu die Einschränkungen dienen sollen! Wenn aber die Arbeitsstellen dann aufgelöst werden, rennen genau diese Personen zum Arbeitsamt und heulen sich die Seele aus dem Leib!“.

Ferner wird von Ashotel gefordert, dass 100 Prozent der Sozialbeiträge für die Arbeitgeber ausgesetzt werden. Eine Befreiung der Steuerabgaben im Gastgewerbe und direkte finanzielle Unterstützung der Regierung für sämtliche Betriebe, die seit dem 26. März geschlossen sind. Marichal fügt hinzu, dass auch der 11. Absatz des königlichen Beschlusses 27/2020 von der kanarischen Regierung in Spanien geltend gemacht werden muss. Dieser Beschluss sieht vor, dass aufgrund der Abgelegenheit und Abhängigkeit des Flugverkehrs, Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen, um die Situation abzufangen. Zum Schluss wird von Ashotel gefordert, dass eine Aussetzung der angelaufenen Steuerschulden sämtlicher Betriebe um ein Jahr verlängert werden muss, mit einer anschließenden Rückzahlung, die prozentual auf Grundlage der Einkommen von diesem Jahr berechnet wird und somit kleine Raten gewährleistet.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

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