Steuer-Rückzahlungen in Höhe von 502 Millionen erwartet

Steuer-Rückzahlungen in Höhe von 502 Millionen erwartet

Das Finanzministerium erwartet rund 500 Millionen Euro Rückzahlungen auf den Kanaren.

KANAREN 🇮🇨 | Das spanische Finanzministerium erwartet, dass in der landesweiten Kampagne zur Einkommenssteuer für das letzte Jahr 10,86 Milliarden Euro an die Antragsteller zurückfließen werden, drei Prozent weniger Rückzahlungen als im Vorjahr, was auf die Auswirkungen von ERTE (ähnlich Kurzarbeitergeld in Deutschland) und andere Faktoren wie die Einbeziehung von Abzügen in die monatlichen Einbehaltungen zurückzuführen ist.

Der Generaldirektor der spanischen Steuerbehörde, Jesús Gascón, stellte diese Woche die Einkommens- und Vermögenssteuerkampagne 2020 vor, die vom 7. April bis zum 30. Juni läuft. Neu dabei sind vermehrt Steuerzahler, die das Existenzminimum erhalten sowie Bezieher von ERTE.

Die Landesbehörde erwartet demnach 21,57 Millionen Deklarationen, von denen 14,33 Millionen Rückzahlungen und 5,96 Millionen Nachzahlungen enthalten werden, was darauf zurückzuführen ist, dass in vielen Fällen die von ERTE betroffenen Arbeitnehmer weniger einbehalten haben, als ihnen zustand, und nun die Differenz beglichen wird durch die Rückzahlungen. Die verbleibenden 1,3 Millionen Anträge fallen in die Kategorie „Negativ und Sonstiges“ (weder nachzahlungs- noch erstattungsfähig), die signifikant um 26,9 Prozent ansteigt, da die Empfänger des Existenzminimums verpflichtet sind, eine Abrechnung einzureichen, obwohl die Einkünfte in den meisten Fällen steuerfrei sind, was zu einem Nullergebnis führen wird.

Insgesamt rechnet das spanische Finanzministerium mit der Erstattung von ca. 10,8 Milliarden und der Einnahme von rund 12,9 Milliarden Euro, was zu einem Nettoergebnis von 2,1 Milliarden Euro führt, das deutlich über den 1,5 Milliarden der letzten Kampagne liegt.

Steuer-Rückzahlungen auf den Kanaren

In Bezug auf die Kanaren erwartet das kanarische Finanzamt , dass es 959.338 Erklärungen zu bearbeiten hat, 3,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei stehen Rückzahlungen in Höhe von 502 Millionen Euro im Raum (-1,2 %). Auf den Kanarischen Inseln werden in der Provinz Las Palmas 502.784 Erklärungen erwartet, 239 Millionen werden eingezahlt und 269 Millionen werden zurückerstattet, während in der Provinz Santa Cruz de Tenerife 456.554 Deklarationen erwartet, 210 Millionen eingezahlt und 234 Millionen erstattet werden.

Die meisten Erklärungen werden individuell sein (18,34 Millionen) und der Rest gemeinsam (3,22 Millionen). In den ersten Stunden der Kampagne haben mehr als eine Million Steuerzahler ihre Steuerdaten eingesehen und 442.000 haben ihre Steuererklärung abgegeben, 34 % mehr als zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr. Im Hinblick auf die Entwicklung der Kampagne hat die mobile Anwendung als Neuheit die Möglichkeit des Zugriffs auf den grundlegenden Steuerinformations-Telefondienst hinzugewonnen.

Wie in den vergangenen Jahren wird das Finanzamt Mitteilungen verschicken, um einige Steuerzahler daran zu erinnern, dass sie ihre Einkünfte in anderen Ländern (961.000), Einnahmen aus Immobilienvermietungen (400.000) und Kryptowährungen (14.800) erklären müssen. Dazu kommen in diesem Jahr Mitteilungen mit Informationen über Einkünfte, die beim Bezug des Existenzminimums steuerbefreit sind, Immobiliendaten, die für die Berechnung von Abschreibungen notwendig sind, oder Beträge, die in ERTE zu viel berechnet wurden.

Die Finanzbehörde hat auch die Ergebnisse der Kampagne 2019 veröffentlicht, bei der 21,1 Millionen Erklärungen eingereicht wurden, die überwiegende Mehrheit davon online (19,7 Millionen), obwohl 1,2 Millionen auch per Telefon eingegangen sind. In Bezug auf die Vermögenssteuer erwartet die Behörde 218.596 Erklärungen und ein Gesamteinkommen von rund 1,2 Milliarden.

Quellenangaben

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