Kanaren wollen Lösungen gegen die Reisewarnung

Kanaren wollen Lösungen gegen die Reisewarnung

Die Kanarische Ministerin, für Tourismus, Industrie und Handel, Yazia Castilla bei der Pressekonferenz.

Die kanarische Ministerin für Tourismus, Industrie und Handel, Yazia Castilla, bedauert die Entscheidung der deutschen Regierung, eine Reisewarnung für die Kanaren auszusprechen. Die Kanarischen Inseln standen schon seit längerer Zeit unter Beobachtung beim Robert-Koch-Institut (RKI), durch die steigenden Corona-Zahlen. Die Ministerin sagte zu der Entscheidung: „Diese Reisewarnung wird uns definitiv in der Tourismusbranche und der Wirtschaft treffen.“ Sie vermutet nicht einen solchen Einschnitt wie beim britischen Tourismus, weil keine obligatorische Quarantäne notwendig sei bei der Einreise nach Deutschland, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt. Die Deutsche Regierung verlangt im Moment ein PCR-Test, wenn der Urlauber sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat. 

Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch die Kanarischen Inseln auf die Liste der Risikogebiete gesetzt hatte, umfasst diese Liste jetzt ungefähr 130 Länder. Die Deutsche Botschaft hatte bei einer Telefonkonferenz bereits mitgeteilt, dass die Deutsche Regierung eine obligatorische Quarantäne bei der Einreise in Deutschland ab Oktober nicht mehr ausschließe. Castilla betonte mit Nachdruck, dass die Regierung nun innerhalb der nächsten vier Wochen Maßnahmen ergreifen muss, um die Kanaren von der Reisewarnungsliste wieder zu entfernen. Die Ministerin selber betonte erneut die Wichtigkeit der PCR-Tests im Ursprungsland und am Reiseziel. Sie betonte, dass diese nicht nur zum Schutz der Kanarischen Bevölkerung dienlich seien, sondern auch ein Vertrauensbeweis gegenüber den Ursprungsländern der Urlauber.

Der deutsche Tourismus auf den Kanaren

Der Tourismus macht den größten Teil der Wirtschaft auf den Inseln aus. Jede zweite Arbeitsstelle ist im Tourismussektor. Letztes Jahr waren 15.1 Million Touristen auf den Kanaren. Die Vorreiter waren die Briten, dicht gefolgt von den Deutschen. Der deutsche Tourist ist ein treuer Urlauber und auch eine maßgebende wirtschaftliche Quelle. Im Durchschnitt haben deutsche Touristen letztes Jahr zwischen 1.136 € bis 1.276 € pro Kopf bei einer Reise auf die Kanarischen Inseln investiert. Die Corona-Situation hat auch bei Deutschen Fluggesellschaften bereits einen erheblichen Verlust verursacht. Dadurch sind immer wieder Reduktionen bei den Fluggesellschaften zu verzeichnen hinsichtlich der vorhandenen Fluglinien oder Sitzkapazitäten.

Quellenangaben

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