Keine Maskenpflicht an kanarischen Stränden – wenn die Regeln eingehalten werden

Keine Maskenpflicht an kanarischen Stränden – wenn die Regeln eingehalten werden

Keine Maskenpflicht, wenn die Voraussetzung erfüllt werden. / Archiv

KANAREN 🇮🇨 | Die Aufruhr nach dem erlassenen Beschluss der Zentralregierung von gestern bezüglich der Maskenpflicht in allen öffentlichen Bereichen, machte im ganzen Land schnell die Runde und löste bei vielen Kopfschütteln aus.

Das haben auch die Politiker schnell zu spüren bekommen woraufhin die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias bereits heute ankündigte, den erlassenen Beschluss 2021/4908 im BOE (Amtsblatt von Spanien), überprüfen zu lassen sowie gegeben falls mögliche Anpassungen vorzunehmen und eine spezifischere Deklarierung durchzuführen.

Der Präsident der kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, kündigte bereits heute früh an, dass seine Exekutive die kanarischen Statuten (BOC – Amtsblatt der Kanaren) mit dem spanischen Beschluss abgleichen lässt. „Wir werden definitiv eine Überarbeitung des Beschlusses unter Berücksichtigung der öffentlichen Gesundheit und dem gesunden Menschenverstand fordern“, so Torres.

Der Verband Ashotel ging ebenfalls heute früh gleich auf die kanarische Regierung zu und forderte eine klare und detaillierte Rechtfertigung für einen solchen Beschluss und dessen Umsetzung. Der Präsident des Verbandes, Jorge Marchial, sagte: „Eine solche Entscheidung an einem Urlaubsziel wie den Kanaren durchzuführen, muss in allen Aspekten begründet werden. Der Tourismussektor hat bereits mehr als genug gelitten aufgrund unsinniger Beschlüsse.“

Die Maskenpflicht bleibt wie bisher bestehen auf den Kanaren

Der Sprecher der kanarischen Regierung bestätigte heute nach dem Treffen des Ministerrats, dass die Kanaren vorerst weiterhin die gleichen Bestimmungen genießen wie bisher hinsichtlich der Maskenpflicht am Strand oder auch an Pools. Das bedeutet, wenn der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter gewährleistet ist, besteht dort keine Maskenpflicht.

In den kommenden Tagen werden alle autonomen Gemeinschaften sich mit der Zentralregierung treffen, wo dieses Thema mit Sicherheit nochmal diskutiert wird. Bereits in der Vergangenheit hat sich die Zentralregierung gegen Statuten von Autonomen Gemeinschaften durchgesetzt. Eines der gravierenden Beispiele ist die Situation im Oktober 2020, als die Kanaren eine Einreise auf die Inseln mit Antigen-Tests erlaubte und die Zentralregierung diesen Beschluss aufheben ließ – und zwar durch den Obersten Gerichtshof von Spanien.

Sollte sich die Zentralregierung erneut gegen die kanarischen Statuten durchsetzen, bedeutet das einen massiven Rückschlag für den Tourismus, die kanarische Wirtschaft, lokale Unternehmer und die Fluggesellschaften, weil damit ein Stornierungs-Ansturm für die Oster-Feiertage und die kommende Sommersaison vorprogrammiert ist.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

Aktuelle Informationen zum Thema Corona auf den Kanaren sowie den geltenden Einschränkungen und aktuelle Corona-Zahlen, erhalten Sie auf unserer Corona-Informationsseite .

Quellenangaben

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.9 / 5. Anzahl Bewertungen: 37

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich gefunden haben...

Folge Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse Sie uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?