Klebefalle – Gefahr für Raubvögel

Klebefalle – Gefahr für Raubvögel

Es dauert oft lange, bis die Federn frei vom Kleber sind und die Tiere wieder fliegen können.

Weil sie so schön preiswert sind, ist der Einsatz von Klebefallen sehr weit verbreitet. Sie bestehen aus Pappe und Kleber. Ihre Aufgabe ist es, unerwünschte Nagetiere einzufangen, die einfach festkleben. Doch oftmals stürzen sich dann Raubvögel auf die Nager, in dem Glauben die nächste Mahlzeit erwischt zu haben. Stattdessen kleben sie oft selbst fest und verschmieren ihr Federkleid mit dem aggressiven Klebstoff. Die meisten Tiere überleben das zwar, wenn sie gefunden und in die Wildtierauffangstation La Tahonilla gebracht werden. Erstaunlicherweise hat sich das kanarische Gofio als hilfreiches Gegenmittel erwiesen. Es wirkt dem Kleber entgegen und löst ihn auf. Trotzdem kann es schlimmstenfalls bis zu zehn Monate dauern, bis die Vögel in die Freiheit entlassen werden können. So lange dauert es nämlich, bis sich das Federkleid einmal komplett erneuert. Im letzten Jahr wurden insgesamt zehn Vögel in der Auffangstation aus diesem Grund abgegeben und auch in diesem Jahr sind es bereits zwei Eulen, drei Turmfalken und ein Raubwürger. Die Tierschützer empfehlen, andere Fallen zu benutzen, oder wenn schon Klebefalle, dann sollte sie versteckt werden, sodass sie auch wirklich nur das fängt, was sie fangen soll.

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