Gustavo Matos befürwortet die Schließung von Las Raíces

Gustavo Matos befürwortet die Schließung von Las Raíces

Gustavo Matos, Präsident des kanarischen Parlaments. / Archiv

KANAREN 🇮🇨 | Der Präsident des kanarischen Parlaments , Gustavo Matos, gab an diesem Donnerstag bekannt, dass er der persönlichen sowie politischen Meinung ist, dass das Flüchtlingslager Las Raíces in La Laguna auf Teneriffa keinen Tag länger mehr in Betrieb sein darf. „Die Zustände in dem Lager sind nicht menschenwürdig und gehören unterbunden und das schnellstens“, so Matos.

Der Zustand in Las Raíces ist erschreckend

Nach einer Sonderinspektion des Gesundheitsamtes von La Laguna am 24. März wird klar, dass die zurzeit herrschenden Zustände besorgniserregend sind. Las Raíces hat zurzeit rund 1.500 Migranten beherbergt. In Anbetracht der Anzahl an Menschen auf einem solchen Gelände liegen ebenfalls klare Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln vor, weil im Durchschnitt rund 32 Migranten zusammenstehen, um Essen zu bekommen. Einige Flüchtlinge berichteten davon, dass sie zwischen drei bis vier Stunden anstehen, bis einen Teller mit Essen in der Hand halten.

Aus dem Bericht geht weiter hervor, dass die Sanitäranlagen in keinem funktionstüchtigen Zustand sind. Erst vor rund zwei Wochen wurde die Elektrizität erneuert, damit in allen Duschbereichen überhaupt Licht vorhanden ist. Die Warmwasseraufbereitung funktioniert zwar, jedoch sind die Speicherkapazitäten so gering, dass rund 40 Prozent der Migranten mit kaltem Wasser duschen müssen.

Die Kaserne wurde damals für 800 und nicht 1.500 Personen geschaffen. Somit stehen in der Kaserne Las Raíces in jeder Hinsicht zu wenig Ressourcen zur Verfügung, um menschenwürdige Umstände gewährleisten zu können. In der psychologischen Auswertung des Berichts, wird davor gewarnt, dass mit weiteren Aufständen und Auseinandersetzungen zu rechnen ist, wenn sich die Umstände nicht zeitnah ändern.

Stellungnahme der Politik

Der stellvertretende Bürgermeister von La Laguna, Rubens Ascanio, leitete den Bericht an das Ministerium für Migration weiter. Das Ministerium bezog bereits am 24. März Stellung zu den erwähnten Mängel: „…alle Migranten sind nach unseren Berichten mit allem Lebensnotwendigen versorgt. Es wurden bereits Anpassungen an den Menüs vorgenommen, was bestätigt wurde durch die anwesende Organisation Accem .“

Rubens Ascanio forderte das Ministerium mit Nachdruck auf, sich um alle Mängel in Las Raíces zu kümmern. „Wir sehen selber, dass das angewandte Makro-Zentrum Modell mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt. Es ist definitiv nicht die beste Lösung, um die ankommenden Migranten aufzufangen und zu unterstützen. In Anbetracht dieser Situation habe ich das Ministerium für Migration bereits aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den humanitären Organisationen bessere Lösungen zu erarbeiten. Des Weiteren seien Verhandlungen mit dem spanischen Innenministerium hinsichtlich der Transfersperre ausstehend, so Ascanio.

Quellenangaben

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