Massiver Aufruf aus dem Tourismus-Sektor

Massiver Aufruf aus dem Tourismus-Sektor

Eine Seitenstra├če in Las Palmas auf Gran Canaria. / Archiv

KANAREN ­čç«­čçĘ | Der Gastronomie- und Hotel-Sektor sind weiterhin die am schlimmsten betroffenen Bereiche der aktuellen Corona-Situation auf den Kanaren. Jetzt startet der Tourismus-Sektor einen massiven Aufruf, um gegen die Geb├╝hren und Steuern vorzugehen, die weiterhin gezahlt werden m├╝ssen, obwohl die Leistung nicht in Anspruch genommen wird.

Mithilfe der vier st├Ąrksten Verb├Ąnde, FEHT, Ashotel, FTL und Asofuer, sollen den Gemeindeverwaltungen die Augen ge├Âffnet werden. Mithilfe des Aufrufes wird gefordert, dass unter anderem die IBI und die M├╝llgeb├╝hren f├╝r Betriebe, die geschlossen sind, nicht gezahlt werden m├╝ssen und f├╝r das Jahr 2020 erstattet werden.

ÔÇ×Wenn ein Hotel oder ein Restaurant geschlossen ist, kann es auch keinen M├╝ll produzieren, der entsorgt werden muss und damit Kosten erzeugtÔÇť, so der Pr├Ąsident der FEHT Jos├ę Mar├şa Ma├▒aric├║a.

Aufruf soll alle Gemeinden wachr├╝tteln

Nur sechs Gemeinden auf Teneriffa, darunter Arona und Adeje, zwei Gemeinden auf La Gomera und Las Palmas auf Gran Canaria , haben bereits Ma├čnahmen ergriffen, um die Betriebe in diesen Punkten zu unterst├╝tzen. Am vorbildlichsten zeigt sich Las Palmas mit Ma├čnahmen f├╝r den Tourismus-Sektor und betroffene Betriebe.

Las Palmas hat nicht nur Steuern und Geb├╝hren f├╝r das Jahr 2021 erlassen, sondern auch die bereits gezahlten aus dem Jahr 2020 an Betriebe zur├╝ckerstattet, die geschlossen waren. Zus├Ątzlich wurden auch die Geb├╝hren f├╝r die Terrassen f├╝r das aktuelle und letzte Jahr erstattet. Das sind rund 10 Millionen Euro f├╝r beide Jahre.

Nach Ansicht der Verb├Ąnde grenzt die Erhebung solcher Steuern und Geb├╝hren f├╝r den kompletten Tourismus-Sektor bereits an Missbrauch der aktuellen Situation und rechtfertigt somit den Aufruf. Nach Sch├Ątzungen der Verb├Ąnde nehmen die Gemeindeverwaltungen pro Jahr rund 150 Millionen Euro ein ÔÇô nur an der IBI-Steuer. Betriebe aus dem Tourismus-Sektor haben jedoch im Jahr 2020 rund 80 bis 100 Prozent Verluste gemacht, was eine Erhebung der Steuern und Geb├╝hren laut der Verb├Ąnde nicht mehr rechtfertigt.

Die Vorsitzenden der Verb├Ąnde haben genug

Der Vorsitzende der FEHT , Jos├ę Mar├şa Ma├▒aric├║a, verlangte bereits im letzten Jahr eine Senkung des IBI auf 0,4 Prozent, was aber von der kanarischen Regierung nicht ber├╝cksichtigt wurde. Die Pr├Ąsidentin der FTL Susanna P├ęrez sagte, dass weiterhin noch eine schwere Zeit vor dem Tourismus-Sektor liegt und die Kommunen jetzt endlich in Ihrem Verantwortungsbereich gravierende Ma├čnahmen ergreifen m├╝ssen.

Der Pr├Ąsident der Asofuer Antonio Hormiga erg├Ąnzte im Aufruf, dass auf Fuerteventura der Tourismus-Sektor rund 65 Prozent vom BIP der Insel ausmacht. Wenn der Tourismus auf der Insel unwiderruflich zusammenbricht, sei die Insel nicht mehr rentabel und werde im Chaos versinken.

Quellenangaben

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