Mehr Freiheit für die Risikogruppen

Mehr Freiheit für die Risikogruppen

Die Kanarische Regierung hat am letzten Freitag beschlossen, die Maßnahmen für Besuche und Rundgänge in Altenheimen und betreuten Heimen für Menschen mit Behinderung anzupassen. Die Anpassung stellt sicher, dass die betroffenen Personen unter gelockerten Maßnahmen wieder in die Normalität zurückgeführt werden. Sie sehen unter anderem vor, dass die Menschen länger und öfters besucht werden dürfen. Rundgänge und sogar Besuche bei der Familie im eigenen zu Hause sollen möglich sein. In der Änderung ist jedoch eingeräumt worden, dass jede Gemeinde eigenständigen entscheiden kann, welche Maßnahmen gelockert werden und in welchem Ausmaß. Damit sollen die Gemeinden die Möglichkeit haben die Lockerungen auf jedes betroffene Heim individuell anzuwenden. So können Heime und Betreuungszentren die eine stärkere Risikogruppe haben, die Lockerungen dementsprechend gekürzt anwenden und bei anderen weniger gefährdeten Einrichtungen kommen mehr Lockerungen infrage. Eine individuelle Anwendung sei absolut notwendig und finde immer in Absprache mit der Einrichtungsleitung und der Gemeinde statt. Die Einrichtungen selber organisieren die Besuche mit den Familienmitgliedern. Diese sollen,wenn möglich, immer vom gleichen Familienmitglied gemacht werden, um im Falle einer Infektion eine schnellere Zuordnung machen zu können. Wenn Bewohner der Einrichtungen einen Spaziergang machen wollen, so sei dies nun erlaubt, unabhängig von festen Zeiten. Es muss aber immer ein Familienmitglied oder eine Fachkraft der Einrichtung dabei sein, damit in unvorhersehbaren Situationen gehandelt werden kann. Einrichtungen, die in ihrem Einzugsgebiet abgesondert sind, werden von dieser Regelung ausgeschlossen. Sie dürfen ohne Einschränkungen, nach eigenem Ermessen handeln und entscheiden, wie die Spaziergänge, Ausflüge und Besuche organisiert werden.

Die Regelung entkräftet jedoch in keiner Weise die Maskenpflicht und die Einhaltung des Abstands. Jede Einrichtung hat ebenfalls weiterhin die Auflage, neue Bewohner zu registrieren und einen PCR-Test durchzuführen. Wenn Personen aus einem längeren Urlaub wieder zurück in die Einrichtungen kommen, sollen erneut PCR-Tests durchgeführt und eine Quarantäne von 14 Tagen angewendet werden. Jede Einrichtung hat ebenfalls die freie Entscheidung, einen weiteren Test durchzuführen, wenn ein Bewohner einer Einrichtung einen Tagesausflug getätigt hat.

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