Torres will minderjährige Flüchtlinge schützen

Torres will minderjährige Flüchtlinge schützen

Kanarenpräsident Torres und die NGO Save the Children haben gemeinsam die Situation für minderjährige Flüchtlinge auf den Inseln analysiert.

KANAREN 🇮🇨 | Kanarenpräsident Ángel Víctor Torres möchte die Situation für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf den Kanaren verbessern. Freitagmorgen traf er sich mit Andrés Conde, dem Generalsekretär der Nichtregierungsorganisation Save the Children , um die aktuelle Situation der fast 2.700 unbegleiteten Minderjährigen auf den Inseln zu analysieren.

Andrés Conde hatte am Donnerstag einige Betreuungseinrichtungen besucht und sagte, dass die Regierung gute Arbeit geleistet hat. Die Minderjährigen haben angemessene Wohnbedingungen und für ihre Grundbedürfnisse ist gesorgt. Trotzdem besteht das Problem, dass die Aufnahmekapazität der Inseln begrenzt ist und sich eine Weiterreise oftmals hinzieht.

Sowohl Präsident Torres als auch Conde waren sich einig, dass auf staatlicher Ebene eine Strategie gefordert ist, um den Schutz der Kinder zu gewährleisten. „Ich appelliere an die Mitverantwortung der übrigen Autonomen Gemeinschaften und auch an die Zentralregierung, damit unbegleitete Minderjährige besser verteilt werden können“, erklärte der Kanarenpräsident. Einige Gemeinschaften wie Castilla y León, das Baskenland und La Rioja, hatten bis zu einem gewissen Grad bereits auf seinen Appell reagiert.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge brauchen europäische Lösung

Torres möchte das Thema auch am nächsten Freitag im Senat ansprechen. Dabei will er auch eine „Neudefinition“ des neuen Migrations- und Asyl-Pakets der Europäischen Union beantragen. Dieses berücksichtige das Konzept der Gleichstellung in Bezug auf europäische Gebiete nicht, so Torres.

„Es ist ein europäisches Problem“, bestätigte Conde und kündigte an, dass sich Save the Children ebenfalls um Gehör im europäischen Rahmen bemühen wird. Die Organisation fordert die Verteilung der minderjährigen Flüchtlinge in Autonomen Gemeinschaften und finanzielle Unterstützung durch die EU.

Wirtschaftliche Probleme können bei dem „Personenvolumen“ auf den Inseln nicht ausbleiben, erklärte Torres. „Bei mehr als 2.600 ist die Budgetkapazität für minderjährige Flüchtlinge erreicht und wir haben die höchste Anzahl, die wir je hatten.“

Der Hafen Arguineguín auf Gran Canaria, als das Lager der Schande noch existierte. / Quelle: TFA Archiv
Der Hafen Arguineguín auf Gran Canaria, als das Lager der Schande noch existierte. / Quelle: TFA Archiv

Kinder müssen von Erwachsenen getrennt werden

Ein weiterer Punkt, den Torres und Conde ansprachen, waren die Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Alters von Minderjährigen. Diese stellen ein Risiko für Kinder dar. „Das Ministerium für soziale Rechte hat Mechanismen aktiviert, um erwachsene Migranten so schnell wie möglich zu identifizieren und von Minderjährigen zu trennen“, sagte der Kanarenpräsident. Trotzdem sei es notwendig, die jeweiligen Tests zu beschleunigen.

Die Kanaren bemühen sich, die Risiken der Flüchtlingskrise frühzeitig zu identifizieren. Die Situation und die Analyse für minderjährige Flüchtlinge wird auch im Bericht zur Risikobewertung festgehalten.

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