Nächstes Direkthilfe-Maßnahmenpaket bewilligt

Nächstes Direkthilfe-Maßnahmenpaket bewilligt

Wirtschaftsministerin Elena Máñez möchte mit dem Hilfspaket den Einkommensverlust aus dem Jahr 2020 ausgleichen.

KANAREN 🇮🇨 | Im „Plan Canario“ sind Direkthilfen zwischen 3.000 und 15.000 Euro für Unternehmen und Selbstständige bewilligt worden. Diese Summe ergibt sich aus der Gesamtsumme von 165 Millionen Euro, die der Regierung zur Verfügung steht. Das gab die kanarische Wirtschaftsministerin Elena Máñez am Montag bekannt.

Dadurch soll der Einkommensverlust aus dem Jahr 2020 ausgeglichen werden. Je nach Höhe des Verlusts passen sich die ausgeschütteten Zuschüsse an. Diese werden nicht erstattungsfähig sein. Die Regierung rechnet damit, dass es allein im Gastgewerbe 20.000 betroffene Unternehmen und 70.000 Arbeitsplätze gibt, die Anrecht auf diese Beihilfe haben. Laut Máñez soll die Bearbeitung schnellstmöglich abgeschlossen werden, damit es zur Auszahlung kommen kann.

Sie fügte hinzu, dass es unmöglich ist, die rund 10 Milliarden Euro zu decken, die der kanarischen Wirtschaft im vergangenen Jahr verloren gegangen sind. Die Direkthilfen sind lediglich dazu da, die Auswirkungen der Krise zu mildern. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei über 25 Prozent, was aber noch weniger als der schlimmste Wert der letzten Finanzkrise ist. Auf den Kanaren ist die Arbeitslosenrate 2020 um 29,38 Prozent gestiegen . Die Steuerverschiebungen von fast 236 Millionen Euro bis Ende Oktober geben den Unternehmen aktuell mehr Liquidität.

Direkthilfe noch unzureichend

Seit der ersten Ankündigung der Direkthilfen im Januar gibt es kritische Stimmen aus der Politik. Rosa Dávila von der Partei CC-PNC bezeichnete die Arbeitslosenquote trotzdem als „verheerend”. Die „Warteschlangen des Hungers“ auf den Inseln nehmen zu und es sei unzureichend, dass die kanarische Regierung zehn Monate nach dem Beginn der Pandemie nicht vorbereitet ist. Sie versteht, dass die größte Priorität ist, Leben zu retten. Trotzdem sei es bedauerlich, dass die Regierung nicht sagen kann, wann genau die Hilfen ausgeschüttet werden.

„Sie brauchen keine (Steuer-)Verschiebungen, sondern direkte finanzielle Mittel“, so Dávila. Laut ihr ist das Hilfspaket nicht ausreichend. Es sei außerdem unerfreulich, dass die Regierung noch Steuern aus dem letzten Quartal 2020 eingezogen hat.

Auch Ricardo Fernández von CC-PNC sagte, dass mehr Transparenz gebraucht wird, was die Gewährung von Direkthilfen angeht. Bisher ist unbekannt, wann sie ausgeschüttet werden und wer überhaupt Anrecht darauf hat.

Fernando Ensenat von der Partei PP appellierte an die Regierung, ohne weitere Verzögerungen zu handeln. Selbständige würden gerade allein kämpfen, um ihre Geschäfte und ihre Mitarbeiter aufrecht zu halten. Selbst wenn die Mehrwertsteuer verschoben wird, ist im Oktober vielleicht keiner mehr übrig, der sie zahlen kann.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

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