Neue Tourismus-Strategie gefordert für die Kanaren

Neue Tourismus-Strategie gefordert für die Kanaren

Der Sprecher von Podemos Canarias, Francisco Déniz, im kanarischen Parlament. / Archiv

KANAREN 🇮🇨 | Der Parlamentarier und Sprecher der Partei Podemos Canarias , Francisco Déniz, fordert am gestrigen Dienstag das kanarische Parlament dazu auf, die aktuelle Tourismus-Strategie zu überarbeiten. Der Parlamentarier argumentierte, dass die Corona-Pandemie allen Instanzen, Unternehmen und Politikern klar vor Augen geführt hat, welchen Stellenwert der Tourismus für die Kanaren tatsächlich hat.

„Bis zur Corona-Pandemie haben die multinationalen Unternehmen im Tourismus-Sektor bestimmt, wie die ganze Branche strukturiert sein muss. Das muss sich jetzt ändern und die Struktur muss von der Regierungsebene definiert werden –  für einen nachhaltigen und sozialen Tourismus“, so Déniz.

Neue Tourismus-Strategie muss anders aufgebaut werden

Francisco Déniz ist der Meinung, dass die großen Hotelketten oder Reiseveranstalter, die bis jetzt immer am meisten von den Steuerbefreiungen und Subventionen profitiert haben, anders integriert werden müssen.

Die neue Tourismus-Strategie muss darauf ausgelegt werden, dass auch diese von lokalen Produzenten, Produkte oder Leistungen beziehen und nur unter strengen Auflagen Anspruch auf Subventionen und Steuervorteile haben.

„Es kann nicht sein, dass die multinationalen Unternehmen alles importieren und die kleinen lokalen Geschäfte am Hungertuch nagen“, sagte Francisco Déniz. Nach dem Stand im Januar dieses Jahres, hat diese Vorgehensweise in Anbetracht der Corona-Krise rund 46.000 Arbeitsplätze gefordert , insbesondere, weil die lokalen Unternehmen von den Big-Playern als nicht notwendig betrachtet werden.

Die Optimierungen sind notwendig

Die aktuelle Lage auf den Kanaren hat die Lebenshaltungskosten in den Tourismus-Zonen, wo die großen Unternehmen ansässig sind, explodieren lassen. So sind beispielsweise h die Mieten in den letzten Jahren insgesamt um 40 Prozent gestiegen. „…und dass nur, weil ein Luxushotel um die Ecke steht, dass Produkte importiert, Subventionen bekommt und Steuervorteile hat“, betonte Déniz.

Er befürwortet, dass die Subventionen und Zuschüsse für den Tourismus-Sektor so eingesetzt werden, dass alle Unternehmen in dieser Branche einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Vorteil daraus ziehen, gerade um die kleinen lokalen Unternehmen am Leben zu erhalten. „Wir müssen aufhören die Steuergelder zu verschwenden in dem wir sie denjenigen zusichern, die bereits genug Vorteile haben“, erklärte der Parlamentarier.

Quellenangaben

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Anzahl Bewertungen: 58

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich gefunden haben...

Folge Sie uns in den sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse Sie uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?