Plattform “Vuelta al cole segura y libre en Canarias”

Plattform “Vuelta al cole segura y libre en Canarias”

Fiebermessungen beim betreten der Schulen soll eine Vorkehrung sein, die im Protokoll hinterlegt ist.

KANAREN | Die Diskussion um den Schulbeginn nimmt weiter Fahrt auf. Die Plattform “Vuelta al cole segura y libre en Canarias” unterstützt die geäußerten Sorgen der Direktoren und Schulleitungen zum Schulbeginn. Die meisten Mitglieder der Gruppe werden ihre Kinder nicht in die Schule entsenden. Über die Plattform wird kommuniziert, dass die meisten Schulen die Sicherheitsbestimmungen nicht erfüllen und somit ein zu großes Risiko für die Kinder. Die Petition die bereits auf change.org ins Leben gerufen wurde, verzeichnet knapp 5000 Unterschriften (Stand: 14.09.2020 – 17:00 Uhr).

Die Lehrer appellieren erneut

Am Montag haben die Vertreter der Direktionsplattform für die kanarischen Schulen erneut einen Brief an das Bildungsministerium geschrieben. Darin erläutern sie erneut, welche Gegebenheit zurzeit aktuell und real sind. Sie bitten erneut um eine Verschiebung des Schulbeginns aufgrund der nicht einhaltbaren Sicherheitsbestimmungen für die Schüler. In dem Brief erwähnen die Lehrer, Gewerkschaften und alle Unterstützer mehrere Aspekte die unabdingbar notwendig sind, um die Gesundheit für Kinder, Lehrer und alle beteiligten Personen zu gewährleisten. Das Kollektiv beruft sich auf die bereits eingereichte Bitte des Schulbeginns, die bis heute von der verantwortlichen Stelle in der Regierung unbeantwortet blieb.

Verständnis für Corona-Situation

Das Kollektiv fordern nur eine kurze Verschiebung von zwei bis drei Wochen, um die fehlenden Mittel und das fehlende Personal zu organisieren. Es betont weiter, dass von der kanarischen Regierung auch Unterstützung kommen müsse. Diese sei bis heute nicht vorhanden, um die organisatorischen Mängel zu beheben. „Wir haben in den letzten Monaten nicht auf der faulen Haut gelegen und nichts getan, aber wenn vom Bildungsministerium keine Unterstützung kommt, können auch wir Lehrer nicht zaubern“, so eine Aussage eines Lehrers.

Wir garantieren für nichts

Die Maßnahmen, die bis heute umgesetzt wurden, seien nicht annähernd ausreichend für eine Risikominimierung. „Unsere Managementteams arbeiten seit Monaten sieben Tage die Woche, um alles für den Schulstart vorzubereiten und die Teams sind noch nicht fertig“, steht im Brief. „Die steigenden Zahlen alleine auf Gran Canaria verunsichert uns alle. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass immer dann, wenn wir die Situation leichtgläubig behandeln, eine Überlastung an notwendigen Stellen hervorgerufen wird.“ Ein Beispiel dafür sei die komplette Überlastung in einigen Gesundheitszentren auf Gran Canaria.

Abnahme des Notfall-Protokolls

Die Kollektive besteht auf eine offizielle und unabhängige Abnahme und Kontrolle der vorliegenden Notfall-Protokolle, die bei den Schulen vorliegen, beauftragt vom CEUCD (Consejería de Educación, Iniversidades, Cultura y Deportes). Lehrer und Direktoren seien keine medizinischen Fachleute und können für diese Protokolle keine Verantwortung übernehmen. Ebenfalls wird eine genaue Abstimmung  des Reinigungsplans mit Aufstockung des dafür notwendigen Personals verlangt.

Warum keine Online-Schule?

Bereits zu Beginn der Corona-Krise wurde dem Bildungsministerium der Vorschlag für eine Online-Schule unterbreitet. In der heutigen Zeit, in der jeder Haushalt ein Tablet, großes Handy, Smart-TV, Computer oder Laptop hat, wäre eine Umsetzung kein Problem gewesen. Diesen Aspekt jetzt in Angriff zunehmen, sei schon respektlos gegenüber der ganzen Kollektive. Zu dem jetzigen Zeitpunkt eine solche technische Umsetzung zu machen, sei einfach nicht möglich. Es sei eine Schande, dass das Regierungsinstrument für Bildung, die Maßnahme nicht schon in der Vergangenheit in Angriff genommen worden seien und die Gelder anderweitig und sinnlos verschwendet wurden, heißt es in dem Schreiben der Kollektive.

Unter diesen Umständen einen Schulstart umzusetzen sei verantwortungslos und schon eine vorsätzliche, kriminelle Handlung gegen die Kinder. Daher unterstützt die Kollektive die Meinung der Lehrer, der Direktoren und der Plattform “Vuelta al cole segura y libre en Canarias” und wies eindrücklich auf die Notwendigkeit hin, einen Schulstart zu verschieben.

Quellenangaben

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Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Änderungen mit Vorbehalt.

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