Politik-Kampf im kanarischen Parlament

Politik-Kampf im kanarischen Parlament

Der Präsident der Kanaren bei der Parlamentssitzung am Dienstag.

KANAREN 🇮🇨 | Am gestrigen Dienstag hat im kanarischen Parlament ein Politik-Kampf Einzug gehalten hinsichtlich der Flüchtlingsstrategie auf den Inseln. Der Präsident der Kanaren Ángel Víctor Torres lieferte sich ein Spiel der Argumentation mit der Sprecherin von der Ciudadanos , Vidina Espino.

Politik-Kampf mit dem gleichen Ziel

Die Cs-Sprecherin Vidina Espino forderte vom Kanarenpräsidenten mehr Standhaftigkeit gegen die Zentralregierung in Madrid in Bezug auf die Flüchtlingspolitik. Die Parlamentarierin begründete ihre Forderung dadurch, dass die spanische Regierung unter der Führung von Pedro Sánchez, die Kanaren weiterhin nicht als EU-Mitglied betrachtet. „Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und somit zur EU. Sie haben jedoch Sonderregelungen innerhalb der Europäischen Union“, so Espino.

Die Zentralregierung möchte sich jedoch nicht mit der aktuellen Situation auseinandersetzen oder das spanische Innenministerium hat keine kompetente Lösung. Es muss dringend eine Lösung her, um die aktuelle Lage zu beenden. Die Migranten sind zurzeit in einem „Inselgefängnis“, obwohl sie gar nicht bleiben wollen. Die Bürger lehnen sich gegen die Situation auf und Politiker schüren die Fremdenfeindlichkeit, um die eigenen politischen Interessen voranzutreiben.

Der Vorsitzende der lokalen Exekutive antwortete auf die Argumente von Vidina Espino mit dem gleichen Ziel und Intention. „Wir machen kontinuierlich Druck im Innenministerium, um eine reguläre Transitstrecke festlegen zu können. Wir werden uns ebenfalls gegen die Zentralregierung stellen, wenn es nötig ist, wie bereits im Falle der Räumung von dem „Lager der Schande“ in Arguineguín auf Gran Canaria.

Wir versuchen die Inseln zurzeit so sinnvoll wie möglich mit Flüchtlingslagern zu belegen. Eines der größten Auffanglager ist Las Raíces auf Teneriffa , dass vor kurzem in Betrieb genommen wurde. Das Flüchtlingslager steht jedoch zurzeit massiv in der Kritik innerhalb des Politik-Kampfes, weil die Migranten im Lager unter unmenschlichen Bedingungen leben müssen und sogar versuchen innerhalb des Lagers zu protestieren, denn auch sie haben Rechte.

Im Prinzip fordern Vidina Espino und Ángel Víctor Torres dasselbe: eine regulierte Transitstrecke auf das spanische Festland, damit die Flüchtlinge ihren Weg und Traum von einem besseren Leben verwirklichen können. Die Zentralregierung verschließt jedoch die Augen vor einer schnellen und effizienten Lösung, obwohl sich der Innenminister Fernando Grande-Marlaska ein solches Verhalten nicht leisten kann, nach den Fehltritten in der Vergangenheit hinsichtlich der Flüchtlingspolitik auf den Kanaren.

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