Schulbeginn trotz Warnungen der Schulen

Schulbeginn trotz Warnungen der Schulen

LehrkrĂ€fte bei der Abmessung fĂŒr den Mindestabstand im Klassenraum.

KANAREN | Bildungsministerin Manuela Armas hat am Donnerstagvormittag bestĂ€tigt, dass der EZB-Rat dem geplanten Schulbeginn am 15. September zugestimmt hat. Die Schule wird also fĂŒr die Kleinen (3 bis 5 Jahre alt) ab dem 15. September, fĂŒr die GrundschĂŒler am 16. September und die Berufsschule am 17. September starten.

Die Bildungsministerin hatte bei der Pressekonferenz stark hervorgehoben, wie wichtig die Schule fĂŒr die Kinder sei – auch wegen der sozialen Kontakte. Die Schulen seien mit Hygiene-Protokollen und Sicherheitsmaßnahmen hinreichend vorbereitet. „Die Schule hat nach sechs Monaten Abstinenz einen hohen Stellenwert in Sachen Bildung und persönliche Weiterentwicklung der Kinder“, so Armas.

Schulen lehnen jede Verantwortung ab

Die Schuldirektionen forderten jedoch eine Verschiebung des Beginns. Mehrere Lehranstalten wiesen darauf hin, dass die jeweiligen Schulen nicht bereit seien unter diesen UmstĂ€nden einen effektiven Lernprozess zu gewĂ€hrleisten und auch personell gesehen seien viele Schulen nicht bereit. In einem Brief an die Bildungsministerin Ă€ußerten sich mehrere Schulleitungen in einem Kollektiv und betonten die Notwendigkeit einer Verschiebung „Es mĂŒssen zuerst sĂ€mtliche Vorkehrungen getroffen und auch abgeschossen werden, um definitive Garantien gegenĂŒber der Öffentlichkeit sowie den Eltern und SchĂŒlern geben zu können. Es sei verantwortungslos, den Schulbeginn am 15. September durchzufĂŒhren und das Risiko einer regionalen neuen Ausbreitung in Kauf zu nehmen.“ Dieser Appell wurde von mehreren Direktoren der Sekundarschule von Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma und Gran Canaria, unterzeichnet. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass es an einigen Schulen nicht einmal zehn LehrkrĂ€fte fĂŒr die komplette SchĂŒleranzahl gibt, Vertretungslehrer seien ebenfalls nicht organisiert worden oder nicht verfĂŒgbar. Unter solchen UmstĂ€nden könne kein Unterricht durchgefĂŒhrt werden, weil nur eine begrenzte Anzahl an Kinder in einem Raum seien dĂŒrfen. Die anderen Kinder können nicht im Schulgang am Boden sitzen und lernen, heißt es weiter im Brief. Auch sollen in einigen Schulen keine Reservemasken sowie Hand-Desinfektionsmittel vorhanden sein.

Zum Schluss stand in dem Brief an die Bildungsministerin folgender Satz „Die Direktionsplattform der Kanarischen Schulen weist hiermit darauf hin, dass keine Garantie dafĂŒr besteht, dass die Sicherheit und die Hygiene-Maßnahmen, die zur korrekten Umsetzung notwendig sind, auch tatsĂ€chlich eingehalten werden können.“

Quellenangaben

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