Stromausfall – Die Ursache

Stromausfall – Die Ursache

Endesa bezieht Stellung bei der Pressekonferenz  gegenüber der Öffentlichkeit.

Der Stromausfall ging bis auf Null.
Der Stromausfall ging bis auf Null.

Am vergangenen Dienstag bestätigte Pablo Casado, Geschäftsführer von Endesa für die Kanarischen Inseln, dass der Stromausfall vom 15.07.2020 auf einen Ausfall eines Generators im Werk Granadilla zurückzuführen sei. Die Stromversorgung konnte erst nach sieben Stunden wieder vollständig hergestellt werden. Dieser Stromausfall war bereits der zweite, der die komplette Insel lahmlegte – und das innerhalb der letzten 12 Monate. Wie die interne Untersuchung der Endesa zeigte, war die erste Turbine im Kraftwerk um 09:41 Uhr ausgefallen. Innerhalb weniger Sekunden folgte die zweite  Turbine. Beide waren in einem Stromversorgungskreislauf angeschlossen, wodurch es zur Überlastung und dementsprechend zur Not-Abschaltung gekommen war.

Casado erweiterte die Auswertung damit, dass die Red Eléctrica bereits nach dem Ausfall der 1. Turbine, mind. 60 Prozent der Produktion hätte absichern müssen. In dem kurzen Zeitfenster von 09:41 bis 09:44 Uhr hätte das Not- und Abfangsystem der Red Eléctrica greifen müssen, was aber nicht geschah. Dieses System sieht vor, dass in solchen Fällen 40 bis 50 Prozent der Kapazität abgefangen wird , sodass das eine komplett Überlastung nicht eintreten kann. Der Stromausfall hätte so nicht die ganze Insel betroffen und der Ausfall wäre auch schneller behoben worden.

Red Eléctrica weist alle Vorwürfe zurück

Red Eléctrica äußerte sich ebenfalls zu der Situation und auch zu den Ergebnissen der Endesa, und weist die Vorwürfe komplett zurück. „Es liegen genaue Anweisungen bei der Endesa vor wie vorzugehen ist, damit unser System eingreifen kann, um einen kompletten Stromausfall zu vermeiden.“ Die Red Eléctrica hätte sehr schnell reagiert und angeregt, denn Verbrauch sofort herunterzufahren und einen Ausgleich zu machen. Als festgestellt wurde, dass die Produktionsfrequenz einen leichten Abfall aufwies, hätte Endesa knapp zwei  Minuten Zeit gehabt zu reagieren, um den kompletten Ausfall zu vermeiden. Red Eléctrica betonte, dass bei der ersten Registrierung einer Frequenzänderung die Endesa sofort informiert wurde. Des Weiteren seien die Mitarbeiter der Endesa auf diese Vorgehensweise geschult. Die Red Eléctrica wies ebenfalls darauf hin, das die Endesa angeblich Generatoren in Betrieb hat die nicht dem neusten EU-Standard entsprechend und dementsprechend nicht alle Maßnahmen in dem Zeitfenster getroffen werden konnten, die notwendig gewesen wären.

Welche Instanz nun zur Kasse gebeten wird, ist noch nicht klar. Beide Verantwortlichen schieben die Schuldfrage hin und her. Beim letzten Stromausfall musste die Endesa 40 Millionen Euro Strafe zahlen.

Quellenangaben

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