Unterwasser-Elektroleitung zwischen Teneriffa und La Gomera

Unterwasser-Elektroleitung zwischen Teneriffa und La Gomera

Das Unterwasser-Elektroleitungsprojekt wird dem Kanarenpräsidenten Ángel Víctor Torres vorgestellt.

KANAREN 🇮🇨 | Dem Kanarenpräsidenten Ángel Víctor Torres wurde am Freitag ein Projekt vorgestellt, das eine Unterwasser-Elektroleitung zwischen Teneriffa und La Gomera vorsieht. Diese soll die zweite Unterwasserverbindung der Kanaren werden; eine befindet sich bereits zwischen Lanzarote und Fuerteventura. Die neue Leitung soll die Energiewende der Kanaren begünstigen. Die Inseln haben insgesamt große Pläne für die Nachhaltigkeit: Sie wollen einen größeren Fokus auf erneuerbare Energien setzen, Treibhausgase verringern und bis 2040 einen Sektor mit 100 Prozent Ökostrom betreiben.

José Antonio Valbuena, der Minister für ökologischen Wandel, schätzt, dass durch den Bau der elektrischen Unterwasserleitung um die 16 Kilotonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden können.

Unterwasser-Elektroleitung soll Stabilität und Nachhaltigkeit bringen

Beatriz Corredor, die Präsidentin des Energieversorgungsunternehmens Grupo Red Eléctrica , sagte: „Mit dieser neuen Leitung bekräftigen wir unser Engagement für die Sicherheit und Qualität der Stromversorgung auf den Kanaren sowie unsere Rolle als grundlegender Akteur in der Energiewende durch die Förderung und Implementierung neuer, grüner Energieanlagen“.

Der Inselpräsident von La Gomera, Casimiro Curbelo, fügte hinzu, dass sich die Insel für die elektrische Zusammenschaltung engagieren wird. Diese würde Stabilität und Reaktionsfähigkeit auf mögliche Netzausfälle bieten.

Auch Teneriffa-Inselpräsident Pedro Martín wies darauf hin, dass das Elektrizitätssystem auf den Kanaren fragil ist und jegliche Arten von elektrischer Zusammenschaltung daher eindeutig Verbesserungen für die Inseln bedeuten. Das wird zu leistungsfähigeren Energiestrukturen führen. Dementsprechend ist auch ein Umspannwerk zwischen Chío und El Palmar auf Teneriffa geplant, das bei Guía de Isora gebaut werden soll.

Kanarenpräsident Torres sagte, dass mit den Unterwasser-Elektroleitungen die passenden Bedingungen geschaffen werden, um langfristig nicht mehr auf fossile Treibstoffe angewiesen zu sein. La Gomera hat viele natürliche Ressourcen wie Sonne und Wind und „könnte zu einer Insel werden, die mehr erneuerbare Energie produziert als sie im Jahr verbraucht“.

Unterwasser-Elektroleitung soll Flora und Fauna nicht beeinträchtigen

Bis es zum Bau der Leitung kommt, wird das Meeresgebiet zwischen Teneriffa und La Gomera weiterhin ausgiebig untersucht. Eine ozeanografische Studie soll alle Aspekte der physischen, biologischen und sozioökonomischen Umwelt sammeln, um den Kabelkanal angemessen zu planen. Der Bau soll minimale Auswirkungen auf die Landschaft haben und dementsprechend den größtmöglichen Schutz der Vegetation und Fauna des Ozeanabschnitts gewährleisten.

Für die Unterwasser-Elektroleitungen und die zugehörigen Umspannwerke ist eine Investition von etwa 103 Millionen Euro vorgesehen. Sobald alle Genehmigungen vorliegen, könnte die Implementierung in 24 Monaten abgeschlossen sein.

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