Verbraucherschutz in der Corona-Krise

Verbraucherschutz in der Corona-Krise

Die Verbraucherschutzzentrale von Santa Cruz (OMIC) wies kĂŒrzlich daraufhin, dass Konsumenten auch in der Krisenzeit umfangreichen Schutz genießen. Das bezieht sich unter anderem auf Reisestornierungen, ausfallende Veranstaltungen, Krankenkassen oder elektronische EinkĂ€ufe. Wer Zweifel hat, kann sich an lokale VerbraucherschutzbĂŒros oder die Webseite www.santacruzdetenerife.es wenden.

 

Veranstaltungen

Wenn beispielsweise ein Sport- oder Kulturevent abgesagt wird und dadurch Karten oder Hotel- und Restaurant-Reservierungen hinfĂ€llig werden, kann der Verbraucher diese bis zu 14 Tage nach dem Ende des Alarmzustandes kostenlos stornieren. Der Anbieter kann eine Alternative oder einen Gutschein anbieten. Wenn der Verbraucher das Angebot innerhalb von 60 Tagen nicht akzeptiert, mĂŒssen geleistete Anzahlungen zurĂŒckerstattet werden.

Reisen

Bei Flugstornierungen aufgrund der Pandemie mĂŒssen die Fluggesellschaften ihren GĂ€sten, ausreichend Essen und GetrĂ€nke anbieten, zwei Telefonverbindungen ermöglichen und ihnen Zugang zu einer E-Mail geben. Falls nötig, muss der Passagier ein bis zwei NĂ€chte in einem Hotel untergebracht und fĂŒr seinen Transport vom/zum Flughafen gesorgt werden. Kostenlose Reklamationen sind ĂŒber das Amt fĂŒr Luftsicherheit, Agencia Estatal de Seguridad AĂ©rea (AESA), möglich. Auch bei Pauschalreisen ist eine Umbuchungsoption vorgeschrieben. Wird innerhalb eines Jahres keine Alternative in Anspruch genommen, wird der gezahlte Betrag zurĂŒckerstattet.

 

Krankenversicherungen

In Bezug auf die medizinische Abdeckung von Ereignissen, die sich aus der aktuellen Situation des Coronavirus ergeben, können Personen mit Krankenversicherungen und GesundheitsfĂŒrsorgevertrĂ€gen die Deckung anfordern. Bei Streitigkeiten ĂŒber den Umfang der abgedeckten Risiken kann die Generaldirektion fĂŒr Versicherungen und Pensionsfonds zur KlĂ€rung des Sachverhalts eingeschaltet werden.

 

Online-Handel

Bei Bestellungen, die auf elektronischem Weg getĂ€tigt werden, mĂŒssen die Waren in einem Zeitrahmen von maximal 30 Tagen geliefert werden. Es sei denn, der Verbraucher hat einem anderen Liefertermin zugestimmt.  Sollte das nicht der Fall sein, hat der KĂ€ufer ein Recht auf die Auflösung des Vertrages und der HĂ€ndler muss den Kaufpreis zurĂŒckerstatten.

Quellenangaben

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