Virus-Überwachung auf den Kanaren bringt positive Resultate

Virus-Überwachung auf den Kanaren bringt positive Resultate

Das Universitätsklinikum Nuestra Señora de Candelaria auf Teneriffa in Santa Cruz.

KANAREN 🇮🇨 | Das Gesundheitsministerium der Kanaren hat ein Programm gestartet, um die komplette Virus-Überwachung zu gewährleisten. Das Ziel besteht darin, die einzelnen Virus-Stämme herauszufiltern und eine selektive Zuordnung zu machen, damit festgestellt werden kann, von welchem Virus-Stamm welcher Anteil bei welchem Erkrankten vorhanden ist.

Das ausführende Labor ist im Universitätsklinikum Nuestra Señora de Candelaria auf Teneriffa in Santa Cruz. Es zählt zu den zurzeit aktuellsten und modernsten Laboren auf den Kanaren und ist durch zuverlässige Analysen zur Referenzadresse geworden.

Virus-Überwachung auf zwei Arten

Das Prinzip der Virus-Überwachung beruht auf einem simplen aber sehr effektivem Vorgehen. Es wird zwei Ausführungsmodelle geben. Einerseits werden Stichproben und andererseits gezielte Proben entnommen. Bei den Stichproben werden von jedem Krankenhaus auf jeder Insel bis zehn Prozent aller positiven Proben nach Santa Cruz transportiert unter strengen Sicherheitsmaßnahmen und Lagerungsvorgaben. Diese werden dann im Labor des Universitätsklinikums Nuestra Señora de Candelaria auf Teneriffa sequenziert und zugeordnet.

Beim zweiten Ausführungsmodell werden selektive Proben entnommen, unter Berücksichtigung mehrere Aspekte wie Follow-Up-Anrufe, Herkunft, Angehörige die bereits infiziert waren oder auch geografische Merkmale wie zum Beispiel eine Region oder ein Stadtteil, wo bereits Ausbrüche registriert waren. Diese gezielten Proben werden dann im Anschluss ebenfalls ins Labor transportiert für eine Zuordnung der Virus-Stämme.

Einheitliche Virus-Überwachung und Zuordnung

Auf diese Weise soll eine einheitliche und zentrale Kontrolle und Überwachung der einzelnen Virus-Stämme gewährleistet werden unter immer gleichbleibenden und optimalen Bedingungen.

Der aktuelle Stand im Labor zeigt bereits auf, dass von 11.000 Proben die vom 18. Dezember 2020 bis Anfangs März genommen wurden, rund 18 Prozent dem britischen Virus-Stamm zugeordnet werden können. Der brasilianische Stamm konnte genau in zwölf Proben nachgewiesen werden und ein Einzelfall konnte Ende Januar dem südafrikanischen Virus-Stamm zugeordnet werden. Die übrigen Proben konnten dem Haupt-Virus-Stamm zugeordnet werden, der keine Mutationen aufwies.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

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