Waldbrandprävention per Hubschrauber

Waldbrandprävention per Hubschrauber

Innerhalb von zehn Minuten sind die Hubschrauber zur Brandbekämpfung einsatzbereit.

Ein einfacher Funkenflug kann in den heißen Monaten auf den Kanaren ganz schnell zur großen Katastrophe werden. Um das zu vermeiden, wird in den brandgefährlichen Monaten die Brigade zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden personell und materiell aufgestockt.

Auf Gran Canaria ist seit dem 15. Mai und bis zum 15. November ein Hubschrauber im Einsatz. Seit Mitte Juni und bis Mitte Oktober hat er Verstärkung durch einen zweiten Helikopter bekommen. Zwar herrscht, je nach Witterungsbedingungen auch außerhalb dieser Zeit auf den Kanaren Waldbrandgefahr, aber in den Monaten von Mai bis Oktober ist sie besonders hoch. Die Hubschrauber sollen Brandherde gleich aus der Luft entdecken und bekämpfen, bevor sie zum Desaster werden und sich die Flammen ausbreiten.

Vier Piloten sind in diesem Jahr auf Gran Canaria einsatzbereit, um die beiden Hubschrauber turnusmäßig zu fliegen: Francisco Correia, Paulo Melo, Marlene Nogueira und Iñigo Guelbenzu. „Gran Canaria ist, zusammen mit Madeira eines der gefährlichsten Einsatzgebiete für Hubschrauberpiloten. Der Wind in den Barrancos ist brutal und kann dich blitzschnell einsaugen, ohne dass die 700 PS des Hubschraubermotors dagegen halten können“, erläutert der erfahrene Pilot Iñigo Guelbenzu. Er betont, dass im tatsächlichen Brandfall die Zusammenarbeit von Einsatzkräften aus der Luft und auf der Erde von essenzieller Bedeutung ist. „Keiner schafft es ohne den anderen – das ist echtes Teamwork“, ergänzte er noch. Und es ist nicht nur wegen des möglichen Windes gefährlich. Rauchschwaden verhindern die gute Sicht und der psychische Druck ist hoch. Damit sie sich in den wichtigen Momenten wenigstens ihrer eigenen Technik sicher sein können, werden die Hubschrauber jeden Morgen, jeden Abend und nach jeder Landung einer Revision unterzogen. „Wir haben ein strenges Protokoll. Aber alles dient der Sicherheit“, erklärt der Luftfahrttechniker Daniel Rodrúguez. Innerhalb von zehn Minuten nach Einsatzbefehl können die Hubschrauber abheben. Von 20 Grad am Boden fliegen sie innerhalb weniger Minuten in Brandherde, die bis zu 700 Grad heiß sind. Während des Einsatzes werden sie vom Boden aus zu den Brandherden dirigiert. Das Wasser, das sie bei sich führen, verdampft allerdings bei 100 Grad Celsius. Es macht daher wenig Sinn, Löschwasser auf 40 bis 50 Meter hohe Flammen zu werfen. Können die Piloten aus der Luft nicht helfen, einen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen, kümmern sie sich um andere flankierende Maßnahmen. Wie das Abkühlen von verbrannten Flächen oder das Benässen von Orten, die den Flammen nahe sind, damit sie sich nicht so schnell entzünden. Aber am besten, da sind sich alle einig, ist es, einen Waldbrand zu vermeiden. Mit Verantwortungsbewusstsein und Achtsamkeit kann jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen.

Quellenangaben

Wie interessant oder hilfreich finden Sie diesen Artikel?

Klicke Sie auf die Sterne, um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil Sie diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für Sie nicht interessant oder hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?