Die Wartezeit im Gesundheitswesen soll reduziert werden

Die Wartezeit im Gesundheitswesen soll reduziert werden

Der kanarische Gesundheitsminister Blas Trujillo und der SCS Direktor Conrado Domínguez.

KANAREN 🇮🇨 | Das kanarische Gesundheitsministerium hat große Pläne hinsichtlich der Wartezeiten im gesamten Gesundheitswesen. Das verkündete der Direktor der SCS, Conrado Domínguez, bei der Pressekonferenz am Mittwoch.

Es ist kein Geheimnis, dass das Gesundheitswesen der Kanaren großes Potenzial hat, die Wartezeiten für Termine, Untersuchungen, Operationen oder andere Behandlungen, zu verbessern. Im Schnitt wartet ein Patient zurzeit fast fünf Monate, bis er seine Behandlung bekommt. Das soll in diesem und im nächsten Jahr geändert werden.

Die Wartezeit im Gesundheitswesen ist nicht akzeptabel

Zurzeit warten 24.000 Menschen auf den Kanaren auf eine Behandlung für unterschiedliche Erkrankungen. Das neue Konzept soll eine Reduzierung der Wartezeit von 30 Prozent gewährleisten und wird mit 200 Millionen Euro finanziert. Ein aktuell trauriges Ergebnis besteht zurzeit in der Onkologie. Patienten, die an einem Tumor leiden, müssen oft Monate warten bis sie operiert werden. Das neue Konzept sieht vor, dass Patienten mit einem solchen Krankheitsbild in Zukunft maximal 30 Tage auf der Warteliste sein werden.

Die finanziellen Mittel sollen mit einem großen Fokus auf neue Arbeitsstellen für mehrere Fachbereiche eingesetzt werden, um die aktuelle Warteliste zu verkleinern. Der aktuelle Arbeitsmarkt für Fachkräfte , sieht zurzeit allerdings in ganz Spanien nicht positiv aus, was die Umsetzung bezüglich dieses Aspekts erschwert.

Neues Konzept mit neuen Möglichkeiten

Ein weiterer Verbesserungspunkt für die Reduzierung der Wartezeit im Gesundheitswesen soll die Priorisierung der Patienten nach Dringlichkeit sein. Des Weiteren sollen Termine und Untersuchungen bei Spezialisten nicht mehr nur vormittags, sondern auch nachmittags durchgeführt werden.

Ärzte bei einer Operation. / Quelle: Archiv TFA
Ärzte bei einer Operation. / Quelle: Archiv TFA

Weniger schwerwiegende Operationen sollen auf die Wochenenden verlagert werden, damit unter der Woche bei voller Besetzung des Personals die schwierigeren OPs umgesetzt werden können und somit im Falle von Komplikationen schnell und effektiv reagiert werden kann. Ein weiterer Aspekt ist die Vergrößerung der ambulanten Chirurgie.

Unzählige chirurgische Eingriffe benötigen keinen stationären Aufenthalt. Das kann mit der Erweiterung der ambulanten Chirurgie massiv verbessert werden. Das Pilotprojekt im Krankenhaus Juan Carlos I dient dafür als Referenz für das gesamte kanarische Gesundheitswesen.

In Anbetracht der langen Wartezeiten für Operationen wird der Fokus auf die Augenbehandlungen, Onkologie, Orthopädie, Dermatologie, REHA und den gesamten HNO-Bereich gelegt. Der kanarische Gesundheitsminister Blas Trujillo und der SCS Direktor Conrado Domínguez versicherten bei der Pressekonferenz, dass alle möglichen Ressourcen mobilisiert werden, um das neue Konzept zu etablieren und bis Ende 2022 abzuschließen.

Quellenangaben

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