Wohnungsräumungen nach dem Alarmzustand befürchtet

Wohnungsräumungen nach dem Alarmzustand befürchtet

Der kanarische Minister Sebastián Franquis beim Kanarischen Parlament.

KANAREN 🇮🇨 | Der kanarische Minister für das Wohnungswesen, Sebastián Franquis, gab an diesem Dienstag bekannt, dass die Regierung ein Konzept ausarbeitet, um Wohnungsräumungen nach Beendigung des Alarmzustands zu verhindern.

Der Alarmzustand hat auch im Bereich der Wohungsvermietung tiefe Kerben hinterlassen. Im November 2020 wurde dementsprechend von der Zentralregierung ein Beschluss erlassen, dass während dem Alarmzustand keine Wohnungsräumungen durchgeführt werden dürfen.

Nun rückt das angesetzte Ende des Alarmzustandes Anfangs Mai näher und die Regierung der Kanaren befürchtet, dass daraufhin unzählige Kündigungen und Wohnungsräumungen angeordnet werden. Das will die lokale Exekutive jedoch verhindern und arbeitet bereits an neuen Rechtsprechungen, um die Mieter zu schützen und den Vermietern zu helfen.

Wohnungsräumungen mit finanziellen Mittel verhindern

Sebastián Franquis gab bekannt, dass rund 20 Millionen Euro bereitgestellt werden, um die Ausfälle der Vermieter zu überbrücken, damit diese keine Rechtfertigung erzwingen können für Kündigungen und Wohnungsräumungen. Hinzu kommen neue Abteilungen in den öffentlichen Ämtern, die sich um diese Administration kümmern sollen, um so eine Anlaufstelle für Mieter und Vermieter zu gewährleisten.

Bereits letzte Woche wurden die ersten 32 Personen dafür eingestellt und es wird erwartet, dass in den kommenden zehn Tagen gleich 588 weitere Stellen vergeben werden sollen. Bis Anfangs Mai sollen es 1.420 Stellen sein.

Der Sprecher der Sí Podemos, Manuel Marrero, befürchtet schwerwiegende Auswirkungen in dieser Hinsicht und fordert weitere Maßnahmen, um bereits jetzt Prävention zu betreiben. Er nannte als Beispiel das Konzept, das auf den Balearen erfolgreich umgesetzt wird. Wohnungen und ganze Komplexe die leer stehen, sollen dem Staat übertragen oder verkauft werden, damit daraus Sozialwohnungen gemacht werden können.

„Wir können uns nicht darauf verlassen, dass es keine Kündigungen und Wohnungsräumungen geben wird. Auch können wir nicht sicherstellen das diese nicht erzwungen werden und somit ganze Familien auf der Straße landen. Es liegt in unserer Pflicht dafür zu sorgen, dass aus der Gesundheitskrise nicht eine Obdachlosenkrise entsteht“, so Marrero.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

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Quellenangaben

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