Hafengebühr auf La Gomera soll bis 400 % steigen

Hafengebühr auf La Gomera soll bis 400 % steigen

Ministerin Yaiza Castilla hielt ein Treffen mit einer Vielzahl von Vertretern aus dem Tourismussektor ab.

LA GOMERA 🇮🇨 | Yaiza Castilla, die kanarische Ministerin für Tourismus, Industrie und Handel, kritisiert die Erhöhung der Hafengebühren auf La Gomera . Die Gebühren sollen gegen Ostern zwischen 162 und 400 Prozent ansteigen. Fast die Hälfte aller Passagiere, die auf La Gomera ankommen, sind keine Einwohner. Die Preiserhöhung würde also rund 400.000 Personen treffen.

Die Unternehmer La Gomeras kritisieren, dass eine erhöhte Gebühr alle Touristen treffen würde, die keinen Residentenrabatt bekommen. Wenn diese zwischen den Inseln reisen wollen, müssten die Tourismusdienstleister ihre Preise entsprechend der Hafengebühren anpassen, was Kunden zur von der Coronakrise geprägten Zeit noch mehr abschreckt. Das, so die Geschäftsleute, würde ihnen ernsthafte Schäden zufügen. Reiseveranstalter und Reisebüros wiesen außerdem darauf hin, dass sie die Kostenerhöhung bei gebuchten Reisen bis November selbst ausgleichen müssten, da sie erst dann an die Kunden übertragen werden können.

Wenn durch die erhöhten Preise weniger Touristen auf die Insel kommen, werden auch hiesige Restaurants, Bars, Souvenirläden, Museen, Supermärkte und Fuhrunternehmen beeinträchtigt. Bei weniger Reisenden auf den Fähren könnten diese auch gezwungen werden, ihre Frequenzen zu reduzieren.

Meeting wegen der Hafengebühr

Um die Situation des Tourismus- und Handelssektors zu analysieren, hielt Castilla ein teils persönliches und teils virtuelles Treffen mit einer Vielzahl von Geschäftsleuten der Insel ab. Dazu gehörten Justo Artiles, der stellvertretende Minister für Industrie, Handel und Verbrauch, Ubay Noda, der Präsident der Vereinigung der Unternehmer von La Gomera und der Manager dieser Organisation, Fernando Morales sowie Vertreter vom Unternehmerverband von Santa Cruz auf Teneriffa. Außerdem waren Ashotel, Naviera Armas, Fred Olsen, TUI España und verschiedene Reiseveranstalter und -büros dabei.

„Wir können nicht erlauben, dass die touristische und wirtschaftliche Infrastruktur La Gomeras von einer eindeutig exzessiven Erhöhung der Hafengebühr getroffen wird. Vor allem in einer Zeit, in der der Sektor auf seinem Weg zur Erholung Hilfe braucht und keine Hürden“, erklärte Ministerin Castilla. Sie erinnerte an ihre Planung, dieses Jahr 3,1 Millionen Euro in die sechs Gemeinden der Insel zu investieren, um lokalen Handel zu fördern und damit kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen.

Quellenangaben

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