Endesa muss eine Sanktion in Höhe von 6 Millionen bezahlen

Endesa muss eine Sanktion in Höhe von 6 Millionen bezahlen

Das Kraftwerk in Los Guinchos auf La Palma. / Archiv

LA PALMA 🇮🇨 | Der Oberste Gerichtshof der Kanaren spricht eine Sanktion in Höhe von sechs Millionen Euro gegen das Unternehmen Unelco-Endesa wegen des Stromausfalls am 13. Dezember 2013 auf La Palma aus. Das Berufungsverfahren, das Endesa in die Wege geleitet hatte, wurde bereits 2019 abgelehnt und die Verfahrenskosten in Höhe von 1.000 Euro wurden dem Unternehmen angelastet.

Die Sanktion wurde jedoch nicht verhängt wegen der Ursache des Stromausfalls, sondern wegen der Behebung und dem Vorgehen von Endesa. Der Oberste Gerichtshof stellte einen Verstoß gegen die Gesetzgebung 54/1997 fest, nachdem die kanarische Regierung damals den Fall weitergeleitet hatte.

Endesa trägt die Verantwortung für den Stromausfall

Nachdem am besagten Tag im Dezember 2013 ein Blitzeinschlag in einen Hochspannungsmast erfolgt war, fiel der komplette Strom für ganze 3,5 Stunden aus. Die Mitarbeiter von Endesa im Kraftwerk bei Los Guinchos (La Palma) hatte zum damaligen Zeitpunkt die neuste Technologie zur Verfügung, um die Stromversorgung wiederherzustellen, jedoch wurde dies nicht erreicht von den Mitarbeitern.

Das Gesetz 54/1997 regelt genau diese Verantwortung in außerordentlichen Fällen. Endesa argumentierte in der Berufung, dass die Umsetzung nach den vorgegebenen Richtlinien nicht aufgrund von fehlerhaften Kommunikationswegen zwischen den einzelnen Abteilungen nicht umgesetzt wurden, die von einer externen Firmensoftware stammen und die Unelco-Endesa daher nicht in der Lage war, schnell und effektiv zu handeln.

Richter Ángel Ramón vom Obersten Gerichtshof der Kanaren, wies jede Argumentation der Berufung ab und begründete seine Entscheidung damit, dass der Artikel 60 aus dem Gesetz 54/1997 klar deklariert ist. „Wenn ein Unternehmen im Sektor der Stromversorgung die Aufrechterhaltung der Versorgung nicht gewährleistet, ist das eine Verletzung der Pflichten und wird sanktioniert. Ein Fehlverhalten von Mitarbeitern oder einer Software, die im Einsatz ist, enthebt das Unternehmen nicht von dieser Verpflichtung“, so der Richter Ramón.

Des Weiteren betonte der Richter bei seiner Urteilsverkündung, dass das Gericht nur den Mindestbetrag verhängt hat der für eine solche Missachtung der Pflichten angesetzt ist aufgrund der Umstände, die zu diesem Ergebnis auf La Palma geführt haben.

Quellenangaben

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