Risikolevel 4 auf Lanzarote – Diese Regeln gelten

Risikolevel 4 auf Lanzarote – Diese Regeln gelten

Die geltenden Regeln für das Risikolevel 4 auf Lanzarote betrifft ebenfalls die Strände. / Archiv

LANZAROTE 🇮🇨 | Die erste kanarische Insel, die Risikolevel 4 im kanarischen Ampelsystem für die Einstufung von COVID-19 erreicht hat, ist Lanzarote – ein Level, das es zuvor gar nicht gab. Folgende neue Einschränkungen treten ab heute in Kraft.

Die Hauptstadt Arrecife ist eine der zehn Gemeinden mit der höchsten Inzidenz. Die Neuansteckungen nehmen fast exponentiell zu. Am Freitag hatte die Insel eine 7-Tage-Inzidenz von 363,1.

Vor etwas über einer Woche hatte die Regierung die Insel bereits auf Risikolevel 3 hochgestuft, was bis vor kurzem noch die höchste Stufe war. Level 4 kommt mit weiteren Einschränkungen.

Auf dem neuen Höchstlevel dürfen sich maximal zwei Personen treffen, es sei denn, mehrere Leute leben zusammen. Allgemein wird empfohlen, nur notwendige Erledigungen zu machen. Außerdem soll man festhalten, mit wem man wann Kontakt hatte und bestenfalls die App Radar-Covid nutzen. Diese ist für Android und iOS erhältlich.

Risikolevel und Einreisebeschränkungen

Die Insel ist nur noch mit triftigem Grund zu betreten. Dazu gehört der Besuch beim Arzt, Arbeit, Bildung, Rückkehr zum Wohnsitz, die Pflege von Angehörigen, Bedürftigen und Tieren, Erneuerung von offiziellen Dokumenten und der Transfer zum Hafen oder Flughafen. Allerdings dürfen weiterhin ausländische Touristen einreisen, die eine Buchung in einer Ferienunterkunft nachweisen können.

Grafik der steigenden Inzidenz auf Lanzarote. / Quelle: Gobierno de Canarias
Grafik der steigenden Inzidenz auf Lanzarote. / Quelle: Gobierno de Canarias

Ausgangssperre zwischen 22:00 und 6:00 Uhr

Die Ausgangssperre gilt von 22:00 bis 6:00 Uhr morgens während des Risikolevels 4. Ausnahmen für das Überschreiten dieser Zeiten gelten dann, wenn Medikamente oder Hygieneprodukte aus einer Apotheke benötigt werden. Auch zum Arzt gehen (auch Tierarzt, in dringenden Fällen), zur Arbeit, zum Wohnsitz zurückkehren, die Pflege von Angehörigen, Bedürftigen und Tieren und die Fahrt zur Tankstelle, wenn das notwendig ist, fallen darunter.

Ladenschluss um 18:00 Uhr

Ab 18:00 Uhr werden nicht essentielle Einrichtungen geschlossen. Ausnahme sind der Großhandel, Supermärkte, Gesundheitszentren, Universitäten und Schulen, Sportplätze, Lieferdienste, Restaurants und Cafés, die Lebensmittel zum Mitnehmen anbieten, Tierkliniken, Tankstellen, Autovermietungen, Suppenküchen, Bestatter, Sportplätze, Gerichtsgebäude sowie öffentliche, soziale und gesundheitliche Dienststellen.

Restaurants, Bars und Cafés

Das Gastgewerbe darf ab 18:00 Uhr keine Gäste mehr empfangen, solange das Risikolevel 4 gilt. Bis 22:00 Uhr darf Essen aber geliefert oder abgeholt werden, wenn ein Lieferservice besteht.

Die Kapazitäten dürfen nur zu 50 Prozent genutzt werden, mit maximal vier Personen pro Tisch. Die Tische müssen zwei Meter voneinander entfernt sein und Gäste dürfen nur in den Außenbereich gesetzt werden.

Ausgenommen davon sind Betriebe innerhalb von Gesundheitszentren, Arbeitsstätten, Touristenunterkünften, Bildungsstätten und Suppenküchen. Diese dürfen ihre Kapazitäten aber nur bis zu 33 Prozent ausreizen.

Einkaufen und Arbeiten

Der Einzelhandel darf seine Kapazität nur zu 25 Prozent nutzen. Dazu gehören auch Einkaufszentren. Indoor-Spielplätze und Ruhebereiche werden abgesperrt.

Märkte, die ihren Verkaufsaktivitäten auf öffentlichen Straßen oder in unregelmäßiger Form nachgehen, benötigen eine Genehmigung vom Gesundheitsamt. An frischer Luft dürfen 33 Prozent der Kapazität genutzt werden, in geschlossenen Räumen 25 Prozent.

Wenn möglich, soll überwiegend im Homeoffice gearbeitet und zudem der persönliche Kontakt so stark wie möglich eingeschränkt werden. Bei Meetings gilt Maskenpflicht und eine maximale Kapazität von 33 Prozent in den jeweiligen Räumen.

Verkehr

Die Kapazität des öffentlichen Nahverkehrs wird auf 50 Prozent reduziert. Dazu kommen verstärkte Kontrollen der Hygienemaßnahmen. Essen, trinken, singen und telefonieren in öffentlichen Verkehrsmitteln ist untersagt.

Beim Autofahren gilt Maskenpflicht, sowie das Nutzen einer Klimaanlage oder das Öffnen eines Fensters. Dabei sollte aber nicht die Luft im Wagen zirkulieren. Auf dem Rücksitz darf nur eine dritte Person in die Mitte, wenn sie zum gleichen Haushalt gehört.

Kultur, Veranstaltungen und Sport

Museen und Ausstellungen reduzieren ihre Kapazitäten während der Dauer des Risikolevels 4 auf 50 Prozent. Kirchen, Bibliotheken, Kinos, Theater und genehmigte Veranstaltungen auf 33 Prozent. Gruppenaktivitäten wie Führungen sind dabei auf vier Personen beschränkt. Touristische Führungen können bis zu zwölf Teilnehmer haben, an frischer Luft auch bis zu 20 Personen.

Gottesdienste unter freiem Himmel dürfen 20 Besucher begrüßen, in geschlossenen Räumen zehn. An Beerdigungen dürfen maximal 25 Personen teilnehmen.

Der Mindestabstand von eineinhalb Metern und die Maskenpflicht gelten jederzeit.

Sport ist nur unter freiem Himmel und individuell erlaubt, oder mit einem permanenten Abstand von zwei Metern zu anderen. Casinos und Spielhallen bleiben geschlossen.

Strände und Pools

Auch die Nutzung von Stränden ist auf die Hälfte reduziert. Gruppen dürfen dort maximal vier Personen beinhalten. Zum anderen muss permanent ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden. An Pools wird regelmäßig kontrolliert und sie dürfen nur zu einem Drittel genutzt werden. Hier gilt aber keine Maskenpflicht.

Gesundheitszentren und Krankenhäuser

Der Ausgang von Bewohnern von Sozial- und Gesundheitsversorgungszentren und Altenheimen wird ebenso eingeschränkt wie Besuche von außerhalb. Ausnahmen bildet die Begleitung von Sterbepatienten und andere Situationen, die von den Zentren als angemessen eingestuft werden. Bewohner, die bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben oder geimpft wurden, sind von diesen Einschränkungen ausgenommen. In Krankenhäusern sind externe Besuche während des Risikolevels 4 untersagt. Ausgenommen von dieser Einschränkung sind Minderjährige, schwangere Frauen, Begleitpersonen von Sterbepatienten und weitere Ausnahmefälle.

Hinweis der Redaktion

Artikel zum Thema Corona-Krise sind sehr transitorisch jedoch zum Zeitpunkt der Publizierung auf dem aktuellen Stand. Die aktuelle Lage hinsichtlich sämtlichen Themen zu Corona können sich jederzeit ändern.

Bitte beachten Sie das Datum der Publikation, um Missverständnissen vorzubeugen.

Aktuelle Informationen zum Thema Corona auf den Kanaren sowie den geltenden Einschränkungen und aktuelle Corona-Zahlen, erhalten Sie auf unserer Corona-Informationsseite .

Quellenangaben

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