Die Operation MUTIG wurde von der Guardia Civil erfolgreich zu Ende geführt. Der Schmugglerring konnte mit insgesamt 35 Tonnen Tabak aufgedeckt werden. Die Ermittlungen liefen seit Januar, als vier Tonnen Tabak abgefangen wurden und im Anschluss eine Lagerhalle durchsucht wurde. Die Behörden weiteten die Ermittlungen aus und es gelang ihnen nach mehreren Monaten, die Produktions und Vertriebszentrale der Schmuggler zu lokalisieren. In den Gebäuden wurden unter anderem Maschinen zum Pressen der Ware sowie modifizierte Gabelstapler und Verpackungsmaschinen beschlagnahmt, die notwendig waren um diesen enormen logistischen Aufwand betreiben zu können. Die Zentrale der Schmuggler befand sich in einer Waschanlage, die durch ungewöhnlich hohe Besucherzahlen auffiel. Im Laufe der Ermittlungen ergab sich, dass es noch weitere Außenlager gab, die in der ganzen Region Sevilla verteilt waren. So sollte der Vertrieb gewährleistet bleiben, wenn eines der Lager gefunden würde. Damit der Transport des Tabaks nicht auffiel, wurden LKW eingesetzt, die von einer bekannten Bierbrauerei stammen. Die Tabakblätter wurden von den Außenstellen in das Produktionsgebäude transportiert, dort verarbeitet und für den Verkauf vorbereitet. Um den verpackten Tabak zu den Verkaufsstellen zu transportieren, ließen die Schmuggler sogenannte Späher vorausfahren, um die Straßen auf Kontrollen der Polizei zu überprüfen. Es wurden täglich ca. 50 Lieferungen mit jeweils 250 Kilogramm Tabak durchgeführt. Bei den Verkaufsstellen konnten Interessenten Tabakpakete von einem bis zehn Kilogramm kaufen.

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