Der Alarmzustand in Spanien wird verlängert

Der Alarmzustand in Spanien wird verlängert

Der spanische Präsident Pedro Sánchez beim Verlassen des Kongresses.

SPANIEN | Am Donnerstag hat sich der Kongress getroffen und entschieden, dass der Alarmzustand in ganz Spanien verlängert wird bis zum 09. Mai 2021. Mit einer Mehrheit von 194 Stimmen, 53 Gegenstimmen und 99 Enthaltungen, wurde die Verlängerung verabschiedet. Es besteht die Option einer frühzeitigen Beendigung des Alarmzustandes, daher muss die spanische Regierung dem Kongress alle zwei Monate einen Bericht zur Überprüfung einer weiterführenden Notwendigkeit des Alarmzustands vorlegen. Die Kanaren bleiben weiterhin davon ausgeschlossen. Dies räumt die Möglichkeit ein, das durch einen Aufhebungsvorschlag der Alarmzustand innerhalb von 24 Stunden aufgehoben werden kann.

Die heutige Präsenz der Exekutive wurde vom Gesundheitsminister Salvador Illa in Anwesenheit des spanischen Präsidenten Pedro Sánchez vertreten. Der Präsident leistete sich jedoch einen Fehler, der für Empörung im ganzen Kongress sorgte. Nach der Ansprache vom Gesundheitsminister verließ Sánchez das Treffen und hörte sich die Argumente der Befürworter sowie der Gegner, nicht an. Die Abstimmung an sich ließ der Präsident ebenfalls aus.

Das sorgte natürlich für Unruhe im Kongress und für mehrere Lager war dies ein Grund, Sánchez an den Pranger zustellen. „Wie kann sich der Vorsitzende der Exekutive das Recht herausnehmen, während einer solch wichtigen Abstimmung den Kongress zu verlassen?“, so der Parteivorsitzende Pablo Casado. Der Parteichef der VOX, Santiago Abascal, bezeichnete die gestrige Situation im Kongress  als illegal und behauptete, dies sei eine Diktatur.

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