ERTE verlängert bis September

ERTE verlängert bis September

María Jesús Montero verspricht größtmögliche Hilfe zum Schutz der Arbeitsplätze.

In einem gemeinsamen Kraftakt zwischen spanischer Zentralregierung und Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände wurde jetzt die Verlängerung des Kurzarbeiterprogramm ERTE bis zum 30. September beschlossen.

Die neue Regelung trat am vergangenen Samstag in Kraft. Sie befreit Unternehmer ganz oder teilweise von den Sozialbeiträgen, und zwar in einer Höhe von bis zu 70 Prozent. Damit ist ihnen eine große Last genommen. Denn vereinzelt werden zwar Mitarbeiter zurückgeholt, aber so richtig ist der wirtschaftliche Motor auf den Kanaren noch nicht angesprungen.

Diese Hilfe für die Unternehmen ist an den Schutz der Beschäftigten vor Arbeitslosigkeit gekoppelt und beinhaltet die Verpflichtung, die Beschäftigung mindestens sechs Monate lang aufrechtzuerhalten. Die Unternehmen, die das ERTE-Programm in Anspruch nehmen, dürfen ihren Beschäftigten weder Überstunden erlauben, noch können sie neue Verträge oder Unterverträge abschließen. Mit Ausnahme von einer Berufsgruppe, die es in dem Unternehmen vorher nicht gab. Es ist nicht erlaubt, in Steuerparadiesen zu operieren oder Dividenden auszuschütten. Die Schutzmaßnahme bis Ende September umfassen auch Selbständige und eine außerordentliche Abfindungszahlung für Saisonarbeiter. Den Kanaren wird aufgrund der ultraperipheren Lage ein besonderer Schutzstatus zuerkannt. 

Außerdem hat Finanzministerin María Jesús Montero als Neuerung zugesagt, dass im Falle eines erneuten Aufflackern einer Pandemie erneut ein Antrag auf ERTE gestellt werden dürfe. Mit Ausnahmeregelungen von rund 80 Prozent für Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und 60 Prozent für Unternehmen mit einer größeren Belegschaft.

Quellenangaben

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