Fluggesellschaften rechnen mit Horror-Saison

Fluggesellschaften rechnen mit Horror-Saison

Präsident der ALA, Javier Gándara, bei der öffentliche Pressekonferenz.

SPANIEN | Die Corona-Krise hat den Tourismussektor und damit auch die Fluggesellschaften hart getroffen. Der Präsident der ALA (Association of Airlines), Javier Gándara, äußerte sich auf einer Online-Pressekonferenz mit Zahlen und Prognosen zur aktuellen Lage und die kommende Herbst-Winter-Saison. In den Monaten Juni bis August waren 220.000 Flüge in ganz Spanien verzeichnet worden. Das sind lediglich 36 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum.

Gándara rechnet  für die kommende Saison mit 70 Prozent weniger Flügen als im Vorjahr. Dies bedeutet für den kompletten Flugsektor und die darin enthaltenen Fluggesellschaften einen prognostizierten Umsatzverlust von 15 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2020. Es wird damit gerechnet, das beim Jahresabschluss ein Defizit von mehr als 133 Millionen Passagiere zu verzeichnen ist. Der ALA Präsident, wies allerdings darauf hin, dass dies Prognosen seien und noch keine effektiven Zahlen. Allerdings sei dieser Bereich mit Sicherheit realistisch.

Fluggesellschaften im Überlebenskampf

Javier Gándara fordert die spanische Regierung zu Kooperationsmaßnahmen auf, um die Fluggesellschaften über Wasser zu halten. „Es muss eine Lösung erarbeitet werden, um die Nachfrage bei den Urlaubern wieder zu steigern. Es reicht nicht aus, nur Werbekampagnen zu schalten, sondern es müssen signifikante Anreize geschaffen werden, oder der komplette Sektor ist verloren.“ Daher fordert er unter anderem, dass in ganz Spanien an sämtlichen Flughäfen vorerst die Parkgebühren entfallen. Die daraus entstehenden Verluste müsse ebenfalls der Staat entschädigen. Ebenfalls müsse es in Absprache mit den Fluggesellschaften attraktive Angebote für die Urlauber geben. Die Airlines benötigen eine Gesamtlösung, die in den Reaktivierungsplan des Tourismussektors fließend eingebunden werden kann. Es wird auch gefordert das die ERTE nochmal verlängert wird und nicht nur bis Ende des Jahres, sondern mindestens bis Ostern 2021, da zurzeit 80 Prozent der Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaften darauf angewiesen sind.

Quellenangaben

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