Gesetz zur Überwachung von Schlachthöfen

Gesetz zur Überwachung von Schlachthöfen

Kontrolle durch Tierschützer in einem Schlachthof in Galizien.

SPANIEN | Der Tierschutz bleibt weiterhin ein großes Thema und die Regierung von Spanien will nun das Gesetz ergänzen. Spanien wäre somit das erste Land in der ganzen EU, d ein obligatorisches Gesetz verabschiedet. Es gibt in der EU bereits vorhanden Empfehlungen und Maßnahmen die ähnlich sind und die bereits in Frankreich, Deutschland und Schottland angewendet werden, jedoch sind diese nicht verpflichtend.

Das Gesetz wird bis zum 23. Oktober 2020 zur Ausarbeitung, Kontrolle und öffentlicher Einsicht zur Verfügung stehen und anschließend an die zuständigen Regierungsstellen weitergeleitet. Es bietet mehrere Vorteile und soll noch dieses Jahr in Kraft treten. Der Schutz des Tieres steht in erster Linie im Fokus jedoch bietet es auch den zuständigen Tierärzten weitere Möglichkeiten zur Kontrolle der Tiere, wenn sie nicht anwesend sind. ANICE, der nationale Fleischverband von Spanien, begrüßt diese Ergänzung im Gesetz und bestätigt, dass die Unternehmen im Fleischsektor die ersten sind, die sich für eine solche Ergänzung positiv aussprechen werden. Der Fleischverband zeigte bereits im letzten Jahr die Unterstützung solcher Maßnahmen und befürwortete die Installation von Kameras in Schlachthöfen.

Was beinhaltet das neue Tierschutzgesetz

Schlachthöfe in Spanien sollen zukünftig verpflichtet werden, sämtliche Bereiche, in denen sich lebende Tiere aufhalten, mit Videokameras auszustatten und das ebenfalls mit Ton. Es sollen im Falle eines Verstoßes auch die Tiergeräusche zu erkennen sein, die auf ein Leiden eines Tieres hinweisen. Die Aufnahmen müssen 30 Tage lang aufbewahrt und zur Einsicht bereitgestellt werden. Der Datenschutz wird daher ebenfalls geregelt. Dazu werden Fragen geklärt, wie etwa: Wer darf Zugriff auf die Aufnahmen haben und wie werden die Daten gespeichert? Es gibt auch kleinere Hürden zu überwinden, wie unter anderem die Kosten für die Datenspeicherung und der Unterhalt der Server. Xavi Planas, Manager der SAU Schlachthofs der Firma Vall Companys äußerte sich bereits dazu und sagte, „Die Kosten sind mit Sicherheit ein Aspekt, der bei vielen Schlachthofbesitzern auf Unmut stoßen wird, gerade bei kleineren, aber das ist ein kleines Problem, das zum Beispiel mit Zuschüssen gelöst werden kann.“. Planas begrüßt diese Änderungen ebenso wie die ANICE. Die Firma Vall Companys setzt bereits seit fünf Jahren Videoüberwachung mit Ton  ein, um die Tiere und deren Schlachtung zu überwachen und um die Einhaltung aller Gesetze zu gewährleisten.

Quellenangaben

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