Gesichtserkennung beim Mercadona

Gesichtserkennung beim Mercadona

Es sollen keine Daten gespeichert werden, versichert die Geschäftsführung von Mercadona.

SPANIEN |Der Einsatz einer Gesichtserkennungssoftware ist in unserer Gesellschaft schon längst angekommen. So kann das Handy damit entsperrt werden oder sie ersetzt einen Bestätigungscode für eine Überweisung bei der eigenen Bank. Jetzt will auch die Supermarktkette Mercadona diese Software einführen. Die Geschäftsführung hatte dieses Vorhaben bereits im Juli angekündigt und will auf Mallorca, in Valencia und Saragossa die ersten Ladengeschäfte damit ausstatten. Die Einführung dieser Gesichtserkennung soll dazu dienen, Personen zu erkennen, die ein Hausverbot erteilt bekommen haben oder schon wegen Straftaten gegen die Supermarktkette in Erscheinung getreten sind. Dass dieses Vorhaben jetzt eine große Diskussion in Bezug auf den Datenschutz auslöst, sei der Geschäftsführung bekannt gewesen.

Funktion und Datenspeicherung

Die Supermarktkette musste sich dementsprechend gegenüber der spanischen Datenschutzbehörde rechtfertigen und vorlegen, dass keine Verstöße gegen das Datenschutzgesetz stattfinden. Das System speichert somit keine Daten, sondern löscht diese innerhalb von 0,3 Sekunden. Das komplette System ist einfach aufgebaut mit Kameras und einer Datenbank sowie einer Verknüpfung zu dem jeweiligen Sicherheitsdienst. Die Kameras sollen lediglich eine Speicherung vornehmen, sobald eine Person erfasst wurde, die aufgrund von einem Hausverbot oder anderen Sanktionen nicht erwünscht ist. Diese Daten werden jedoch nach der Erkennung wieder gelöscht. Die spanische Datenschutzbehörde kann somit das System genehmigen, weil keine Verstöße gegen das spanische Datenschutzgesetz vorliegen. Aus moralischer Sicht ist das eine andere Sache und genau aus diesem Grund löst das Vorhaben so eine starke Kontroverse aus. Ob dieses Verfahren auch auf den Kanaren eingeführt werden soll, wurde von der Geschäftsführung nicht ausgeschlossen. „Wir werden zu Beginn das Pilotprojekt durchführen und danach eine Auswertung machen. Wenn in Zukunft eine Notwendigkeit besteht, dass System auch auf den Kanaren einzuführen wird das natürlich umgesetzt.“, so die Geschäftsführung von Mercadona.

Quellenangaben

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