Illegale Party und Freiheitsberaubung

Illegale Party und Freiheitsberaubung

Die Bundespolizei Madrid bei der Auflösung der Party.

MADRID | Am selben Tag als der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez den Alarmzustand mit Ausgangssperre ausgerufen hat, wurde eine illegale Party aufgelöst. Zwei Veranstalter hatten in einem geschlossenen Club eine Feier organisiert. Als die Veranstalter vor Kontrollen der Polizei gewarnt wurden, haben sie Maßnahmen ergriffen, die jetzt schwerwiegende Konsequenzen haben werden: Sie versperrten die Türen und nahmen allen anwesenden Gästen die Handys weg, damit diese keine Anrufe tätigen konnten. Nachdem die Bundespolizei jedoch einen Lichtschein im Dachfenster bemerkt hatte, nahmen sie das Gebäude genauer unter die Lupe. Sie sicherten den Einsatzort und versuchten die Veranstalter dazu zu bringen, die Türen zu öffnen und die Gäste gehen zu lassen. Diese schrien bereits, dass sie raus wollen. Nachdem die Gäste knapp sechs Stunden in dem Gebäude eingesperrt waren, wurde durch einen richterlichen Beschluss entschieden, dass sämtliche Türen aufgebrochen werden dürfen. Das Polizeiaufgebot hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt vervierfacht. Als die Beamten die Türen aufgebrochen hatten, wurden zuerst alle anwesenden Personen für eine Identifizierung unter Arrest gestellt. Bei der Durchsuchung des Gebäudes wurde Shishapfeifen, Drogen wie MDMA und Tucibi und 3.200 Euro Bargeld sichergestellt. Der Raum hatte keine Lüftung, nur ein kleines Dachfenster zur Frischluftzufuhr. Die Veranstalter konnten keine Genehmigung oder einen Versicherungsschutz für das Lokal vorweisen. Insgesamt waren 36 Personen bei dieser illegalen Party anwesend, inklusive der Veranstalter.

Die Konsequenzen sind schwerwiegend. Alle anwesenden Personen haben nicht nur gegen die Ausgangssperre verstoßen und jegliche Corona-Maßnahmen missachtet, sondern auch Drogen konsumiert, die als schwerwiegend bei der Strafverfolgung eingestuft werden. Die Veranstalter werden des Weiteren nicht nur wegen den oben genannten Verstößen und Straftaten zur Rechenschaft gezogen, sondern müssen sich auch noch wegen Freiheitsberaubung in 34 Fällen verantworten sowie das Organisieren dieser Veranstaltung, das bis zu 600.000 Euro Strafe bedeuten kann. Die Respektlosigkeit dieser Veranstaltung und Missachtung der Gesetze und Verordnungen, werden bei Gericht für alle anwesenden Personen mit vorsätzlicher Absicht gewertet werden, so der Einsatzleiter der Madrider Bundespolizei.

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